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Zinssenkung der Bank of Japan verliert Effekt

Dass die japanische Notenbank Einfluss auf den internationalen Devisenhandel nahm indem sie eine Zinssenkung vornahm, sollte vor allem zwei Effekte erzielen: den japanischen Yen aus den gefährlichen Höhen wieder herabdrücken und den Markt zu stabilisieren. Das hatte zumindest Yashihiko Noda - seines Zeichens Finanzminister Japans - in seinem Statement vermittelt. Nun muss man aber beobachten, dass die Maßnahmen zur Stützung des Devisenmarktes durch die Bank of Japan nur sehr kurzfristigen Erfolg boten.

Am vergangenen Dienstag wurde die japanische Währung tatsächlich von dieser Intervention gedrückt; der Dollar stieg dabei auf einen Wert von 83,98 Yen. Lange konnte diese Talfahrt aber nicht anhalten und schnell wurde der Yen wieder stärker gegenüber der amerikanischen Währung. Am europäischen Markt ging der Dollar schon nur noch für 83,28 Yen aus dem Handel. Beobachter des Marktes prognostizieren daher, dass die jüngste Maßnahme der Bank of Japan ebenso langfristige Erholung für den Yen bringen wird, wie jene vom September.

Gegenüber dieser Entwicklung konnte der Euro wieder zu neuer Stärke erwachsen. Innerhalb von wenigen Minuten vollführte er einen Aufschwung um fast einen Cent auf 1,377 US-Dollar. Mit dieser neuen Kraft ist die europäische Gemeinschaftswährung auf dem höchsten Stand seit März wiederzufinden und verzeichnet über die vergangenen drei Wochen ein Plus von 8 Prozent.

Offenbar hat es der Euro im Devisenhandel geschafft, jene Sorgen abzuschütteln, die ihn im vergangenen Sommer auf 1,2 US-Dollar drückten. Besonders die hohe Verschuldung von Griechenland und Irland sorgte dabei für die schädlichen Impulse. Inzwischen stabilisieren sich die Kurse dieser Staaten aber an den Anleihmärkten wieder und die Sorgen um die Europäische Union und die drohenden Maßnahmen scheinen zu verpuffen.

Auch der schwache Dollar stützt die Gemeinschaftswährung nach wie vor. Zuletzt stießen die Zentralbanken im asiatischen Raum die amerikanische Währung ab und begünstigten damit den Aufwärtstrend des Euros. Prognosen über die Zukunft dieser Dynamik kann man erwarten, wenn am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für den September erscheint.

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