Yuan - die chinesische Währung steigt im Kurs
Im chinesischen Devisenhandel gibt es Bewegung, da der Yuan am Montag im Wert gestiegen ist. Das ist das erste Mal seit zwei Jahren, dass die chinesische Währung zulegt. Auf 6,8019 kletterte der Wert des Yuan zu dem US-Dollar. Das Entspricht 0,4 Prozent Anstieg.
Dass in China die Aktienkurse Raum gutmachen, wird auf einen ausgeglichenen Welthandel zurückgeführt. Bis zu drei Prozent gewinne konnten die Börsen in den chinesischen Metropolen verzeichnen: Hongkong, Shanghai und Shenzhen bestätigten ihre Gewinne. Durch den erstarkenden Yuan gewinnen vor allem jene chinesischen Unternehmen, die von niedrigeren Importpreisen direkt profitieren. Beispielsweise konnten so die Fluggesellschaften des Landes deutlich zulegen.
Händler im Devisenhandel setzen nun auf eine langfristige Aufwertung der chinesischen Währung. Man geht von einem Anstieg um 2,7 Prozent innerhalb des nächsten Jahres. So berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Bloomberg, die damit die Aussichten auf einen stärkeren Yuan für die nächsten zwölf Monate bestätigt.
In Deutschland reagiert man aber wenig beeindruckt: „Wechselkursspielereien sind nicht entscheidend für die deutsche Wirtschaft:“ kommentiert Jörg Krämer - Chefvolkswirt der Comerzbank – die Entwicklung in China. Von einer allzustarken Aufwertung des Yuan zum Dollar geht man ohnehin nicht aus.
Die Zentralbank in Peking hat bisher noch nicht auf die Entwicklung reagiert und den Kurs noch nicht angepasst. Ein unveränderter Kurs für den Yuan entspricht aber nicht der Ankündigung vom Wochenende, dass die Zentralbank von Peking in Zukunft flexibler im Umgang mit dem Yuan sein wolle. Man bewertet dies als Statement der obersten Bänker von China. Sie wollen wohl nur sehr langsam den Wechselkurs flexibler gestalten. Eine schnelle Aufwertung wird somit wohl nicht erfolgen.
In der USA reagiert man auf die verpasste Angleichung des Kurses ausgesprochen misstrauisch. Sie werfen ein wirtschafts-politisch motiviertes Kalkül vor, dass China mit einer unterbewerteten Währung Exporte künstlich billig halten will, um andere Länder damit aus dem Markt zu drängen.
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