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Woche der Entscheidung
Die Richtungsentscheidung für die die Devisenmärkte wird in den kommenden Monaten fallen, wenn nach dem Labor Day am Montag mit der Rückkehr der letzten Marktteilnehmer an die Schreibtische das Sommerloch zu Ende geht. Dem Dollar dürften weiterhin schwere Zeiten bevorstehen wenn die Akteure sich dazu entscheiden nach der Risikotoleranz zu handeln. Denn unter diesem Paradigma sorgen gute US-Konjunkturdaten für eine steigende Nachfrage nach höher verzinsten Währungen wie dem Euro. Das die größte Volkswirtschaft der Welt die Rezession früher als das gemeinsame Währungsgebiet hinter sich lassen wird, scheint unausweichlich.
Nicht nur vor dem Euroraum ist die USA konjunkturell in die Knie gegangen, im gemeinsamen Währungsgebiet wurde der Einbruch durch Abwrackprämie und Kurzarbeit noch künstlich hinausgezögert. Nach dem Auslaufen der Stützungsmaßnahmen dürfte das Erwachen noch böser werden.
Zum im zweiten Quartal überraschend gestiegenen Bruttoinlandsprodukt, hat alleine die Abwrackprämie 0,6 bis 0,7 Prozent beigetragen. Ohne die Abwrackpämie wäre die Wirtschaftlseistung nochmals gesunken.
Sollten sich die Akteure dazu entscheiden ihre Anlageentscheidungen an künftige Renditeunterschiede auszurichten, dürfte der Greenback zur Gemeinschaftswährung aufwerten.
Durch eine schneller Erholung in den USA würde es der Federal Reserve ermöglichen, ihre Geldpolitik vor der europäischen Zentralbank zu straffen. Durch steigende Zinsen dürfte die Nachfrage nach in Dollar denominierten Vermögenswerten anziehen.
Darüber hinaus bestseht bereits am Wochenende das Treffen der G 20 Finanzminister zur Vorbereitung des Gipfels der Regierungschefs ab dem 24. September in Pittsburgh.
Neben den gesetzten Themen wie beispielsweise die Kapitalmarktregulierung, könnte eine wichtige Rolle auch der Dollar als Weltleitwährung spielen. Darauf deutet nicht zuletzt des Schritt der chinesischen Regierung hin, die eine in Sonderziehungsrechten denominierte festverzinsliche Anleihe des Internationalen Währungsfonds mit einem Volumen von bis zu 50 Mrd USD zeichnen wird. Das Land würde somit nicht nur seine Fremwährungsreserven diversifizieren, sondern dazu beitragen, die Sonderziehungsrechte zu einer Quasiwährng aufzuwerten. Für den internationalen Währungsfonds ist die Übereinkunft neu, für China ist das allerdings der sichtbarste Schritt der anhaltenden verbalen Kritik des Dollars als Weltleitwährung auch Taten folgen zu lassen. Eswar Prasad, Senior Fellow bei der Brookings Institution und ehemaliger Chef der Chinaabteilung des Internationalen Währungsfond meint, es ist die Symbolik die zählt.
An den Devisenmarkt nicht gehandelte Währungseinheit sind die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds.1969 wurden sie eingeführt und sind an einen Korb aus Dollar Euro Pfund Sterling und Yen gekoppelt. Die Anleihe wird China nicht in Dollar sondern in Renminbi, der Landeswähung, erwerben. Nicholas Consonery, Associate der Eurasia Group hält es Angesichts des begrenzten Makts für Schuldtitel des Internationalen Währungsfonds für wenig warscheinlich das durch die Vereinbarung der Kauf von US-Staatsanleihen durch China zurück gehen wird.
Über 776 Mrs USD hielt China ende Juni in Treaurys, das ist wesentlich mehr, als des internationale Währungsfond wohl an Schuldtiteln ermitten wird. Für Prasad sind die Kurzfristigen Folgen für den Greenback überschaubar, was sich aber auf längere Sicht ändern könnte.
Quantitativ als auch qualitaitv ist die Agenda der Konjunkturdaten der kommenden Woche eher dünn bestückt, das liegt nicht zulest an der wahren Flut makroökonomische Kennziffern.
Aus Deutschland wird zu Wochenbeginn der Auftrageingang der Industire im Juli erwartet, die heimische Industrieproduktion im Juli steht am Dienstag zur Veröffentlichung an.
Die Federal Reserve wird zur Wochenmitte ihr jüngstes Beige Book veröffentlichen, eine lose Sammlung von Eindrücken zu Wachstum und Inflation in den Distriken des US-Notenbankensystems. Die Federal Reserve bereitet damit ihre geldpolitischen Beratungen am 22. und 23. September vor.
Die britische Notenbank wird am Donnerstag ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Seit längerer Zeit steht das Management der Kredit und Wirtschaftskrise durch die Bank of England in Kritik..
Dem bereits angeschlagenen Pfund Sterling dürften negative Überraschungen weiter zusetzen. Die erste Veröffentlichung des Umfrage der Universität Michigan zur Stimmung der US Verbraucher im September wird zum Wochenausklang avisiert.
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