Wettrüsten am Devisenmarkt
Der Markt für Devisen ist für viele Anleger ein ausgesprochen attraktiver Handel geworden und mit einem Volumen von rund 4 Billionen Dollar täglich umgesetzten Geldes auch ein ausgesprochenen attraktiver.
Aber was in diesen Zahlen ausgesprochen gut klingt, ist in der Realität ein hartes Geschäft in dem nur diejenigen den profitabelsten Handel tätigen können, die auch am meisten kapital einbringen. Beispielsweise verdient eine Bank beim Einsatz von einer Millionen Dollar mit den internationalen Leitwährungen lediglich etwa 70 Dollar. Macht man sich die Mühe diese Zahl auf einen Prozentsatz herunter zu brechen, kommt man auf 0,007 Prozent.
Kein Wunder also, dass die größten Banken auch den größten Teil vom Devisen-Kuchen bekommen, denn sie können auch am meisten investieren. Führend dabei ist die Deutsche Bank mit 18,07 Prozent des internationalen Devisenhandels. Neben der Größe des investierten Volumens gibt es am Devisenmarkt aber noch einen zweiten entscheidenden Faktor; die Geschwindigkeit. Wer die größten Volumen innerhalb der kürzesten Zeitspanne zielsicher bewegen kann, kann das meiste Kapital daraus schlagen. Hier sind ausgeklügelte Strategien und Technologien gefragt.
Darum beginnt zwischen den großen Banken am internationalen Devisenmarkt ein regelrechtes Wettrüsten um die ausgefeiltesten Systeme. Man braucht hier kaum zu erwähnen, dass auch hier die größten Banken die beste Ausgangsposition besitzen, denn Handeln mit System ist teuer. Vor kurzen hat beispielsweise die UBS – genauer gesagt der Leiter des dortigen elektronischen Devisenhandels - Ankündigungen gemacht, dass man noch dieses Jahr einige neue technologische Unterstützungen einführen will. Und auch die anderen großen Banken am Devisenmarkt ziehen da mit.
Das macht natürlich den Markt ausgesprochen schwierig für Neueinsteiger – zumindest für jene, die im internationalen Rahmen mitmischen wollen. Zu diesem Thema kann man einen Kommentar aus dem Wall Street Journal anbringen, welche die Situation satirisch beschreibt: 2Die führenden sechs Institute an der Spitze herausfordern zu wollen, ist etwa so, wie wenn man Burger gleich neben McDonalds verkaufen wollte. Das kann vielleicht in einer bestimmten Strasse funktionieren, aber nicht auf globaler Basis."
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