Verminderter Devisenhandel in Südkorea - Regierung will Kapitalflüsse einschränken
Am vergangenen Sonntag veröffentlichten die Bank of Korea, die Finanzbehörden und das koreanische Finanzministerium eine gemeinsame Mitteilung zu der Finanzkrise in Korea. Als Ursache für die Finanzkrise wurden darin die exzessiven Zuflüsse und Abflüsse an Kapital diagnostiziert und nun sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Das Resultat soll eine Beschränkung des Devisenhandels der Banken durch die Regierung sein, um die Währung Südkoreas- den Won - zu stabilisieren und die volatilen Kapitalflüsse zu beschränken.
In Zahlen bedeutet das, dass es für die Banken des Landes verminderte Devisenterminpositionen geben wird. Gemessen an dem Kapital einer Bank am Ende des Vormonats, sollen koreanische Banken ihre Positionen im Devisenhandel auf 50 % davon eindämmen. Für ausländische Banken soll die Einschränkung bei 250% der Positionen des Kapitals stehen. Im Vergleich dazu, waren die Positionen der Devisentermine bei ausländischen Instituten Koreas bei 301% durchschnittlich - entsprechend an dem jeweiligen Kapital gemessen.
Eine klare Reduzierung gibt es bei dem Umgang mit Fremdwährungskrediten. In der Mitteilung konnte man nachlesen, dass eine Verwendung von Fremdwährungen von inländischen Unternehmen zu höheren Kapitalzuflüssen führe. Die Aufnahme von Geld in fremden Währungen innerhalb Koreas ließe somit sehr hohe Risiken zur Absicherung dieser Werte entstehen und hätte eine artifizielle Nachfrage nach anderen Währungen zur Folge. Somit soll sich die Verwendung von Fremdwährungskrediten nur noch auf das Ausland beschränken.
Weitere Regulierungen sollen im Bereich des Exports und Imports des Landes realisiert werden. Die Einschränkungen hier bewegen sich bei einem Volumen von 100% des Bedarfs an Transaktionen, die nach Plänen der Regierung erlaubt sein sollen. Bisher bewegte sich diese Marke 25 Prozent darüber - also bei 125 Prozent.
Analysten prognostizierten bereits, dass durch das eingreifen der Finanzministeriums von Korea in den Devisenhandel des Landes direkte Folgen auf den Kurs des Won haben wird. Dennoch konnte die Währung am Montag einen kurzfristigen Gewinn verzeichnen.
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