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Unruhen in Nahost bewegen Devisenmarkt

Der Devisenhandel der zurückliegenden Woche war vor allem dadurch geprägt, dass der Handel direkt oder indirekt auf die Unruhen im nahen Osten reagierte. Auf die Belange in Libyen und die damit verbundenen Steigerungen im Ölpreis reagierte vor allem der asiatische Markt sehr empfindlich.

Besonders Japan schaut mit Sorge auf Saudi-Arabien, da Libyen einer der wichtigsten Lieferanten für Öl darstellt.
Ein Händler bestätigte diesen Zusammenhang mit den Worten: "Die asiatischen Märkte und vor allem Japan reagieren wegen ihrer Importabhängigkeit sehr empfindlich auf Sprünge im Ölpreis." Sollte sich die unruhige Lage dort ausbreiten würde der Yen schnell unter Druck geraten.

Durch diese Umstände musste der Euro starke Verluste im asiatischen Raum hinnehmen. Die Gemeinschaftswährung erlitt dabei Einbrüche im Kurs bis unter die Marke um 1,3550 USD.

Erholen konnte sich die europäische Währung davon, als ein Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank von der Wahrscheinlichkeit sprach, dass sich die Zinsen im Euroraum erhöhen könnten. Yves Mersch ist der Name des Ratsmitgliedes und er sprach von einem veränderten Umfeld für das niedrige Zinsniveau.

Diese Aussagen hatten einen direkten Eindruck auf den Devisenhandel bewirkt und der Wert des Euro sprang um einen ganzen Cent nach oben. Am Ende der Devisenwoche kursierte die Gemeinschaftswährung dann bei etwa 1,38 USD, der Dollar erschien den Händlern leicht geschwächt und die Schweizer Franken entpuppten sich als sicherer Hafen.

Die Idee von einer Zinserhöhung, auch wenn Analysten sie mit einer unrealistischen Konnotation als Phantasie bezeichnen, sorgt dabei weiterhin für Rückenwind für die europäische Gemeinschaftswährung. Ralf Umlauf von Helaba unterstrich dies mitd er Aussage: "Die Zinsdifferenz zwischen zweijährigen Bundesanleihen und US-Treasurys ist auf 82 Basispunkte gestiegen, das höchste Niveau seit Anfang des Monats" Der Widerstand gegenüber dem Euro liegt derzeit bei 1,3860 USD.

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