20 Prozent Umsatzwachstum im Devisenhandel
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat einige Erkenntnisse veröffentlicht, die aus einer Studie über den täglichen Umsatz im Devisenhandel herausgehen. Diese Studie wurde durch Erhebungen von 53 Zentralbanken zusammengetragen, die in den vergangnen drei Jahren – von April 2007 bis April 2010 – anfielen.
Dabei kam man zu dem Ergebnis, das sich der tägliche Umsatz im Devisenhandel innerhalb der zurückliegenden drei Jahre um 20 Prozent gesteigert habe. Es steht wohl außer Zweifel, dass es sich dabei um ein ansehnliches Wachstum handelt, vergleicht man es aber mit der vergangenen dreijährigen Studie von 2004 bis 2007, kann das auch ernüchternd wirken. Damals stellte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nämlich fest, dass der tägliche Umsatz im Devisenhandel um ganze 72 Prozent gestiegen sei.
Aus dieser Perspektive könnte man aus den aktuellen Daten auch darauf schließen, sich das Wachstum abbremse. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sieht darin aber keinen Grund zur Sorge und Verweist auf Gründe wie die internationale Finanzkrise und die Turbulenzen im europäischen Anleihenmarkt. Diesen Faktoren gegenüber erscheint auch dieses abgebremstes Wachstum von 20% in drei Jahren wie ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit des Marktes.
Interessant ist bei den Ergebnissen der Studie auch, wie sich das Wachstum im Devisenhandel verteilt, denn der größte Teil dieser 20 Prozent geht auf den so genannten Hochfrequenzhandel zurück. Dabei handelt es sich um elektronischen Handel, der durch Algorithmen gestützt wird. Ein Computerprogramm beobachtet dabei den Markt und platziert, ganz ohne zutun eines menschlichen Händlers, blitzschnell Orders.
Auf diese Weise werden kleine Differenzen in den Preisen in einem Zeitraum von wenigen Millisekunden ausgenutzt, um Gewinne zu erzielen. Laut diversen Schätzungen ist bereits die Hälfte des Handels mit Devisen elektronisch gestützt und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich spekuliert bereits, dass diese Handelssysteme in Zukunft einen noch größeren Teil des Marktes ausmachen werden.
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