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TXL Business Academy ist zahlungsunfähig; Mitarbeitern droht Totalverlust

"Es war schon länger klar, dass alles den Bach runtergeht“ hieß es in der Belegschaft schon Anfang des Monats und nun scheint es offiziell zu sein. TXL Business Academy ist zahlungsunfähig und hat bereits den Insolvenzantrag beim Amtgericht in Bonn eingereicht. Das Unternehmen war bisher tätig im Bereich des Devisenhandels und bildete auch Händler für diesen Markt aus. Dabei bewegte sich der Lohn für die Mitarbeiter auf dem Niveau eines Mini-Jobs.

Kritik an dem von TXL Business Academy erhobenen Geschäftsmodell wurde schon länger laut. Zuletzt warnte die Verbraucherzentrale von NRW die geneigten Investoren; das war im April. Nun müssen alle Mitarbeiter in allen Standorten von Deutschland um ihren Job fürchten. Laut Andreas Ringstmeier - seines Zeichens der Verwalter der Insolvenz - sprach davon, dass mehr als 700 Arbeitnehmer dabei betroffen seien. Das letzte Gehalt wurde im Juni von TXL Business Academy gezahlt.

Zu dieser Situation kommt belastend hinzu, dass die Bonner Staatsanwaltschaft das Unternehmen nun auch des Betruges bezichtigt, was auf alle betroffenen Arbeitnehmer noch eine zweite Konsequenz haben könnte, die über den Verlust des Arbeitsplatzes hinausgeht. Denn laut des Insolvenzverwalters hat jeder beinahe Mitarbeiter bei TXL Business Academy bei dem Abschluss seines Arbeitsvertrages dem Unternehmen ein Darlehen gewährt, dass sich zwischen 10 Tausend und 25 Tausend bewegte. Dies waren aber Nachrangdarlehen, bei denen das Unternehmen dem Kapitalgeber keine Sicherheiten oder Bürgschaften geben muss.

Den Effekt dieser Besonderheit von Nachrangdarlehen haben die Mitarbeiter nun sehr deutlich vor Augen: die Rückzahlung dieser Gelder steht in der Priorität hinter allen anderen Angelegenheiten. So wird zunächst jeder andere gläubiger von TXL Business Academy befriedigt werden, bevor diese Darlehen zurückgezahlt werden. Im schlimmsten Fall kann das für die Mitarbeiter bedeuten, dass sie einen Totalverlust hinnehmen müssen.


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