Paris: Diskussion über Steuer für Devisenmarkt
Derzeit diskutiert man über die verschiedenen Optionen, wie man eine internationale Steuer für den Devisenhandel einbringen könnte. In Paris traf man sich am Anfang der Woche zu einer Beratung über dieses Thema und am Mittwoch äußerte sich Bernard Kouchner - seines Zeichens der Außenminister von Frankreich - offiziell zu der Initiative:"Die Steuer, die wir vorschlagen, würde für jeweils 1000 Euro fünf Cent erheben." erklärt der Kouchner.
Weiterhin bemerkt der französische Politiker, dass diese Maßnahme zunächst dazu gedacht wäre, "die Dinge in Gang zu bringen" und fünf Cent auf 1000 Euro wäre "nicht viel".
In der Praxis soll diese Steuer auf Transaktionen gerechnet werden, die mit den Leitwährungen getätigt werden; so wären also vorerst nur Geschäfte mit Yen, Dollar, Pfund und dem Euro betroffen.
Die Einnahmen, welche sich aus dieser Steuer sammeln würden, könnten sich auf bis zu 35 Milliarden Dollar pro Jahr belaufen, so argumentiert Kouchner. Ein Einsatzbereich für die damit summierten Gelder ist auch schon gefunden; man möchte ärmere Länder stärker unter die Arme greifen und somit soll diese Summe in die Entwicklungshilfe fließen. So hat man es sich zumindest in der Staatengemeinschaft vorgenommen. Tatsächlich bleibt selbst mit diesen Einnahmen noch eine Differenz von etwa 300 Milliarden Dollar zwischen 2012 und 2017, die gegenüber den angekündigten Hilfszahlungen klafft.
Im Moment hofft man noch auf weitere internationale Unterstützung für die Initiative. Von Frankreich wird dieser Vorschlag bereits unterstützt und auch Großbritannien steht hinter der Idee. Beinahe europäische 60 Staaten stehen damit hinter dem Konzept einer internationalen Steuer für den Devisenmarkt. Im asiatischen Raum wird diese Idee auch von Japan unterstützt.
Weitere Befürworter sollten hinzukommen, wenn das Projekt bei dem UN-Gipfeltreffen vorgestellt wird, welcher am 21. September stattfinden soll. Als Alternativvorschlag stehen dann auch noch einige andere Möglichkeiten zur Diskussion, den Finanzmarkt zu besteuern.
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