Spekulationen um den EU-Rettungsschirm - Euro gibt weiter nach
Am Donnerstag konnte sich der Euro noch über der Marke von 1,33 US-Dollar fangen, gab aber am Morgen des Freitags weiter nach und rutschte unter diese Marke. Im Asiatischen Handel konnte man eine ähnliche Entwicklung beobachten, wo sich die Gemeinschaftswährung zunächst auf ein Hoch von 1,3359 USD aufbäumen konnte, dann aber bis auf 1,3264 USD wieder absank.
Laut den Äußerungen der Händler sorgten für diesen neuerlichen Einbruch die Spekulationen um die verbleibenden Möglichkeiten des Euro-Rettungsschirms. Laut einiger Stimmern befürchtet man, diese Mittel könnten zuneige gehen. Dies unterstreicht auch Ulrich Leuchtmann, seines Zeichens ein Analyst bei der Commerzbank, und bestätigte: "Mit tendenziell steigenden Spreads in Spanien nehmen die Spekulationen zu, ob die Mittel des EFSF überhaupt ausreichen, um im Notfall auch diesem großen Land zu helfen oder, ob dem EFSF schlicht das Geld ausgeht."
Irland hat bekanntlich einen Sparplan vorgestellt, der eine Summe von 15 Milliarden Euro umfassen soll. Dieser wurde bereits als "solide Basis" anerkannt um mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds in Verhandlungen zu treten. Nun scheinen aber die beiden Länder Spanien und Portugal die Sorgenkinder der Spekulanten zu sein. "Portugal wäre noch zu stemmen, Spanien ist eine ganz andere Dimension." fügte ein Händler zu dieser Diskussion hinzu.
Inzwischen ist man an dem Punkt angelangt, dass Irland und Portugal die Hilfe durch ein EU-Rettungspaket annehmen sollten, um dem verschuldeten Spanien Stabilität zu geben. Das geht aus einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hervor, welche die Stimmen mehrerer EU-Länder und der Europäischen Zentralbank aufnahmen. "Wenn Portugal den Schirm nutzen würde, wäre das für Spanien gut, weil das Land in Portugal stark engagiert ist." kann man dort lesen. Bisher ist man in Portugal aber dagegen, unter en Rettungsschirm der EU zu flüchten.
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