Skeptik gegenüber Wirtschaft drückt den Euro
Nachdem die Konjunkturdaten aus China zunächst für Aufschwung sorgten, sind die aktuellen Rechnungen weniger optimistisch und bringen den Euro wieder zum straucheln. So fiel der Euro wieder unter die 1,22 USD-Marke und schlug zwischenzeitlich mit 1,2178 gegen den US-Dollar zubuchen. Inzwischen ist er zwar wieder über die 1,22 USD-Marke geklettert, aber im Devisenhandel bleibt man skeptisch.
Auch gegenüber den Schweizer Franken verlor der Euro Boden und sank auf den tiefsten Stand, den er jemals hatte. Ähnlich verheerend fiel die Wertung gegen den Yen aus, bei dem der Euro auf den niedrigsten Preis seit über acht Jahren sank.
Die beunruhigenden Daten aus China werden als Hinweis darauf gelesen, dass die Konjunktur ihren Schwung verlieren könnte. Ein Händler kommentiert das: "Die Konjunkturdynamik Chinas wird inzwischen deutlich skeptischer gesehen, und auch aus Japan kommen schwache Daten." Der Händler fügte noch hinzu, dass in China die Sorge wachse, das Wachstum in Asien könne insgesamt abgeschwächt werden.
Der Grund für die Sorgenfalten um die Dynamik der chinesischen Konunktur glauben Händler in den Berechnungen Conference Boards - einem US-Amerikanischen Forschungsinstitut - zu entdecken. Sie berechnetten einen Frühindikator, der in Hinblick auf die Wirtschaft skeptisch stimmt: für China veröffentlichte das Conference Borad einen Frühindikator von 0,3 Prozent. Im Vergleich dazu gaben die Berechnungen für den März noch 1,2 Prozent her. Mit diesen Daten wurden die Aussichten auf das Wirtschaftswachstum in China deutlich abgeschwächt, da noch am 15. Juni von einem Anstieg um 1,7 Prozent die Rede war.
Auch ein heraneilender Termin macht die Händlern im Devisenhandel nervös. Mit dem Ende des Monats Juni läuft nämlich auch das Refinanzierungsprogramm der Europäischen Zentralbank aus. Zu diesem Zweitpunkt wird ein Rückzahlung von 440 Milliarden Dollar fällig, die von den Geschäftsbanken an die EZB fällig. Der Transfer dieser unglaublichen Summe, die auf einen einzigen Schlag zurückgezahlt werden muss, könnte deutlichen Einfluss auf den europäischen Devisenhandel ausüben.
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