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Sichere Rendite außer Sichtweite

Millionen deutsche Sparer würden mächtige Notenbankenchefs wie Jean Claude Trichet, Ben Bernanke oder mervyn King, in letzter Zeit wohl gerne Fragen, wo den der Aufschwung geblieben ist. Seit dem Tief im März haben die Aktienkurse zwar um rund 60 Prozent an Wert gewonnen und auch die Konjunktur sendet deutliche Signale der Erholung, trotzdem werden die Leitsätze von den Herren des Geldes in Frankfurt, Washington und London beharrlich niedrig gehalten. Auf sämtliche Zinsanlagen von Tages- über Festgeld bis hin zu Sparbriefen schlägt dies negativ durch. Zwischen 0,3 und 0,4 Prozent im Jahr bewegen sich die Zinsen am Gelmarkt. Im Schnitt liegen die Tagesangebote bei 1,4 Prozent. Und selbst für längere Zinsbedingungen gibt es nur Almosen. Gerade einmal 3,2 Prozent werfen Bundeanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ab, denn auch hier haben die Notenbanker an den Zinsen gedreht. Kurzer hand wurden Rentenpapiere aufgekauft und so die Renditen gedrückt.

Die Notenbanker hätten dabei gute Gründe die Zügel anzuziehen, denn die Weltwirtschaft erholt sich weit schneller als gedacht. Bereits seit dem zweiten Quartal wächst die Deutsche Wirtschaft wieder und auch die US-Ökonomie hat sich zuletzt mit Zuwächsen zurück gemeldet. In einem solchen Umfeld sind Leitzinsen nahe Null nur dann gerechtfertigt, wenn die Wirtschaft als Folge der Finanzkrise im kommenden Jahr in eine Art Eiszeit verfällt.
Ein markanter Anstieg der Zinsen ist auf absehbarer Zeit nicht zu erwarten, dass die Sätze niedrig bleiben ist so doch politisch gewollt. Durch die Intervention der politischen Entscheidungsträger sind die Regeln klassischer Konjunkturzyklen außer Kraft gesetzt, schon alleine desshalb, um den Banken wieder auf die Beine zu helfen. Niedrige Zinsen sind Subventionen für die geschundenen Geldhäuser. Die ehernen Gesetzte des Geldanlage gelten insgesamt spätestens seit der Finanzkrise nicht mehr. Vom Orkan der Märkte wurden Jahrzehnte lange Gewissheiten weggefegt. Nicht nur die künstlich zurück gehaltenen Zinsen sind da im Aufschwung.Mittlerweiele lassen sich miteinander verknüpfte Kursbewegungen völlig unterschiedlicher Anlageklassen beobachten, die vor ein paar Jahren niemand für möglich gehalten hätte.

Ganz anders als im Lehrbuch bewegen sich nun die Kurse von Aktien und Aleihen in die gleiche Richtung. Der Dollar fällt wenn Aktien uns Rohstoffe steigen und umgekehrt. Auch der Goldpreis bewegt sich ungewöhnlich. Von einem Hoch zun Nächsten steigen die Notierungen des Edelmetalls, obwohl bislang von Infaltion noch nichts zu spüren ist. Es scheint scheinbar auch keine Rolle zu spielen, das Gold im Tandem mit Aktien zulegt. Devisen, Aktien und Rohstoffe führten früher weitgehend ein Eigenleben und bewegten sich abgekoppelt von einander.

Zwei mächtige Börsenkrisen mussten Anleger zuguterletzt innerhalb von acht Jahren verkraften. Eine solche Häufung innerhalb so kurzer Zeit gab es in der Geschichte zuletzt in den Gründerzeitjahren mit heftigen Einbrüchen in den Jahren 1873 und 1879.

Felxibilität ist in der heutigen Investmentwelt angesagt. Es ist nicht mehr ratsam sein Geld anzulegen und sich schlafen zu legen, wenn in immer kürzeren Abständen die Märkte zusammenbrechen. Auch das Prinzip der Risikostreuung gehört auf den Prüfstand, wenn Kurse verschiedener unabhängiger Anlageklassen plötzlich korrelieren. Denn satt diversifizierter Chancen finden sich im Depot auf einmal Klumpenrisiken.

Den Kopf angesichts der neuen Unsicherheiten in den Sand zu steken, kann dabie wohl nicht die Lösung sein. Nach individuellen Lösungen verlangt eine Welt, die die Lust an der Eigenverantwortung stärker betont. Diese bieten etwa neuartige Indexprodukte. Bislang sind Börsengehandelte Indexfonds noch vielen Menchen fremd. Dabei bieten sie die Chance, ganze Märkte mit einer Order ins Depot zu holen, ohne gleichzeitig den Unwägbarkeiten und der Willkür von Fondsmanagern ausgeliefert zu sein. Zusätzlich kommen viele Indexfonds mit schlanken kosten daher. In einer Welt mit niedrigen Renditen haben Anleger nichts zu verschenken. Zuhnemend werden aber auch die Indexprodukte komplexer, eine kritische Begleitung auf der zweiten Seite dieser Beilage ist umso wichtiger.

Zumindest theoretisch das passenden Vehikel sind Dachfonds, die die stets ändernden Marktveränderungen bewusst nutzen. Die Verteilung der Anlageklassen passt ein Fondsprofi stets an das Umfeld an und kann dabei auch neue Korrelationen etwa zwischen Devisen, Gold und Aktien bewusst ausnutzen. Dachfondsmanager investieren in erfolgreich geführte Wertpapierprodukte und nicht in einzelne Anleihen oder Aktien. Dei Flexibilität hat eben ihren Preis. Es können gleich mehrmals Gebühren anfallen, das Anleger nich nur ihren Manager vergüten müssen, sondern auch jende der Zielfonds.

Als wahre Stars in der Investmentwelt gelten die Rohstoffe. Denn unabhängig von der Konjunkturentwicklung in den Industriestaaten benötigen Schwellenländer wie Indien und China für den Aufbau ihrer physischen oder finanziellen Infrastruktur Kupfer, Öl oder auch Gold.
Monat für Monat erwirtschaftet insbesonder China hohe Überschüsse, die gut angelegt sein wollen. Vor allem in den Dollar und US-Staatsanleihen investierte Peking bislang, als Wertaufbewahrungsmittel dürften Edelmetalle oder Rohstoffvorkommen künftig eine größere Rolle spielen.
Insbesondere unter den Anlegern könnte die Finanzkrise eine Grüne Revolution lostreten. Die Investmentwelt ist von Unsicherheit geprägt und so streben Investoren danach, unnötige Risikofaktoren aus ihren Portfolios zu verbannen.

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