Schweizer Franken - Sicherer Hafen für Devisenhändler?
Der aktuelle Stand am Devisenmarkt macht viele Anleger sichtlich nervös. Die Aktienmärkte sind nach wie vor gebeutelt von der jüngsten Krise und es kommt immer wieder zu rasant fallenden Kursen.
Dazu kommt eine schwache Konjunktur – sowohl in den Vereinigten Staaten, als auch in Europa. Und in einem solchen Klima wünscht man sich am Devisenmarkt einen sicheren Hafen. Gefunden zu haben scheinen den zahlreiche Anleger in der schweizerischen Währung. Die Schweizer Franken zeigen sich solide durch die guten Daten aus der Schweiz.
Mit Sorge beobachtet das nun schon eine Weile die Schweizerische Nationalbank, welcher die außergewöhnliche Stärke ihrer Währung missfällt. Es schwächt das Export-Geschäft und schadet somit die Wirtschaft. Dies sorgt innerhalb der Schweizer Wirtschaft bereits für seltsame Auswüchse. So haben einige Unternehmen bereits begonnen, die Angestellten nur noch mit Euro zu bezahlen, anstatt mit Franken. Das sorgte innerhalb der Schweiz für breite Proteste, da dies praktisch eine Lohnkürzung um 30 Prozent darstellen würde.
Dem gegenüber stehen deutsche Händler, die signifikant von den Starken Franken profitieren. So ist an den Grenzen der Schweiz ein so genannter "Einkaufs-Tourismus" zu erleben, bei dem Schweizer in Märkten in der Nähe der Grenze ihre Lebensmittel einkaufen. Innerhalb der Schweiz sorgt dies aber für stark sinkende Umsatzzahlen bei Händlern.
In einer Pressemitteilung ließ sich die Schweizerische Nationalbank deshalb zu sehr klaren Worten hinreißen: "Außerdem betont die SNB erneut, dass sie, falls erforderlich, weitere Maßnahmen gegen die Stärke des Schweizer Frankens ergreifen wird."
Allerdings ist fraglich, wie viel diese "weiteren Maßnahmen" an der Lage letztlich ändern können. Am vergangenen Mittwoch setzte die Schweizerische Nationalbank auf Interventionen am Terminmarkt. Das hatte zwar kurzfristige Folgen auf den Kurs der Schweizer Franken, aber langfristig betrachtet keinen Effekt.
Tatsächlich sind die spürbaren Folgen inzwischen schon wieder abgeklungen und die Landeswährung der Schweizer setzt seinen Aufwärtstrend fort.
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