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Schuldenkrise hält den Bann auf dem Euro

Die Schuldenkrise in verschiedenen Ländern der Europäischen Union lastet weiterhin mit großem Druck auf dem Euro und drückte ihn am Anfang dieser Woche auf die niedrigste Marke seit zweieinhalb Monaten. Im verlauf des Dienstages rutschte die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,30 Dollar und erreichte den tiefsten Stand bei 1,2969 US-Dollar.

Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank für den Euro wurde schließlich bei 1,2998 USD festgelegt, was 0,0148 USD unter dem Richtwert vom Montag lag. You-Na Park – ihres Zeichens Analystin bei der Commerzbank – kommentierte diese Entwicklung so: "Offensichtlich wartet der Markt auf mehr Details zur Rettung der Peripherieländer" und an solchen Informationen würde es derzeit mangeln.

In der Wochenmitte konnte sich der Euro über der 1,3 USD Marke wieder etwas stabilisieren und hielt sich damit auf einem technisch sehr wichtigen Level. Aber schon am Donnerstag erwartet der Markt die nächsten wichtigen Impulse, die für Bewegung in der Entwicklung der Gemeinschaftswährung sorgen sollte.

Dann wird man nämlich auf die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank schauen, die den Leitzins betreffen. Dabei ist für den Handel besonders von Interesse, ob man bei der Europäischen Zentralbank dahin tendieren könnte, am Bondmarkt von Europa mit stabilisierenden Maßnahmen einzugreifen.

Aussagen über die kommenden Entwicklungen des Euros im Devisenhandel sind aktuell sehr schwer zu treffen, allerdings gibt es vermehrt Stimmen, die von einer weiteren Belastung durch die europäische Schuldenkrise sprechen.

Bei Pimco zum Beispiel geht man davon aus, dass die Gemeinschaftswährung in der nächsten Zeit bis unter die Marke von 1,20 US-Dollar sinken könnte, wobei dies nur das obere Ende der Bandbreite darstellt. Man zieht sogar eine Abschwächung der Gemeinschaftswährung bis auf 1,10 US-Dollar in Betracht. Dabei könnte es sich aber auch um eine Übertreibung handeln.

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