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Schlechte Aussichten für den Euro

Die Stimmung am Devisenmarkt dieser Woche war ausgesprochen pessimistisch, wenn es um die europäische Gemeinschaftswährung ging.

Dafür sorgten einerseits die enttäuschenden Ergebnisse der Versteigerung italienischer Staatsanleihen. Das ließ den Euro vorübergehend auf 1,2773 US-Dollar sinken. Generell hielt sich der Euro in dieser Woche eher schwach an der Marke von 1,28 US-Dollar. Oft zitiert wurde dabei ein Devisenhändler der sagte: "Am Markt gilt als weitgehend ausgemacht, dass der Euro zunächst Kurs Richtung 1,25 Dollar und dann weiter Richtung 1,20 Dollar nehmen wird."

Das wurde von der Presse etwas wirr aufgenommen und viele Blätter berichteten in der zweiten Wochenhälfte von einer regelrechten Flucht aus dem Euro. Tatsächlich muss dabei aber eher von einer Umverteilung gesprochen werden, die sich innerhalb von Europa abspielt. Die Wackelkandidaten der Euro-Zone wird immer häufiger der Rücken gekehrt und die Investoren setzen mehr auf andere Länder – bevorzugt auf Deutschland. In deutsche Bundesanleihen fließt somit mehr Geld.

Aber auch dies kann sich denkbar schlecht auf die europäische Schuldenkrise auswirken, da es für Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone sorgt. Des Weiteren beobachten viele Experten kritisch, dass sich die Ratingagentur S&P bereits negativ zur Kreditwürdigkeit von Deutschland geäußert hat. Das alles schürt das Unbehagen am Markt, wenn man auf den Euro blickt.

Experten sprechen schon von einem nahenden Ende der Gemeinschaftswährung. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der 81-Jährige Milliardär George Soros, der die aktuelle Krise mit der Lehman-Pleite aus dem Jahr 2008 vergleicht – nur diesmal sei der Euro noch gefährdeter.

Aber immerhin zeigt sich zum Ausklang der Devisenwoche doch noch etwas Auftrieb für die Gemeinschaftswährung. Am Morgen des Freitags konnte der Euro bis auf ein Tageshoch von 1,2849 US–Dollar klettern. Damit ist die Gemeinschaftswährung zwar nochimmer einen großen Schritt von der psychologisch wichtigen Marke von 1,3 US-Dollar entfernt, aber es gibt wieder optimistischere Stimmen.

Mario Draghi – Präsident der Europäischen Zentralbank kommentierte: "Die Wirtschaft wird sich 2012 wieder stabilisieren, wenn auch nur schrittweise."

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