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Ruhiger Devisenhandel zum Wochenausklang

Der Devisenmarkt war in dieser Woche von Unsicherheiten geprägt. In der europäischen Perspektive standen dabei natürlich vor allem die Rettungspakete für die wackelnden Kandidaten der Europäischen Union im Fokus. Hier wird kräftig über das geplante Rettungspaket und den permanenten Rettungsschirm diskutiert.

Besonders aber prägte die Unsicherheit in dieser Woche die Festnahme vom Chef des Internationalen Währungsfonds. Dominique Strauss-Kahn wurde unter den Vorwürfen zu versuchter Vergewaltigung festgenommen.

Zwar bekundigten die Experten, dass der IWF auch ohne seinen Kopf nach wie vor Handlungsfähig sei, aber gerade in Hinblick auf die Hilfspakete für die gefährdeten EU-Länder sorgte die Meldung für Unsicherheit – schließlich trägt der IWF die Finanzspritzen teilweise mit. In einem Kommentar der Commerzbank wurde daher festgestellt: "Der Euro wird in diesem Umfeld kaum eine Erholung hinlegen können"

Am Freitag behauptete sich die europäische Gemeinschaftswährung im Devisenhandel dann schließlich über der 1,43 US-Dollar Marke. Die Händler am Markt sprachen schon am Morgen von einem ruhigen Devisentag: "Für heute sehen wir keine großen Bewegungen."

Da die direkten Impulse also ausbleiben, gerät wieder der größere Kontext in den Fokus, wo sich das Währungspaar Euro – Dollar gegeneinander hält. Einerseits wiegt in der Europäischen Union die Überschuldung von Wackelkandidaten wie Griechenland und Portugal nach wie vor schwer auf der Gemeinschaftswährung. Hier wurden schon gründe für einen Abverkauf gesehen. Dem gegenüber stehen aber immer wieder belastende Nachrichten aus den US-Staaten, die den Dollar belasten.

Besonders die Informationen aus dem Immobilienmarkt in der USA enttäuschen weiterhin und auch am Arbeitsmarkts scheint sich der erhoffte Aufschwung nicht einzustellen. Prognosen für die künftige Geldpolitik der US-Amerikanischen Notenbank stimmen auch nicht optimistisch. So wird hier weiterhin eine sehr lockere Finanzpolitik befürchtet.

So hält sich der Euro weiterhin besonders dadurch, dass der Dollar schwach ist. Was aber deutlicher für die Gemeinschaftswährung spricht ist die erwartete zweite Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank. Diese soll auf 1,5 Prozent wachsen.

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