Prognosen für den Devisenhandel
Was in den letzten Tagen vor allem für Spekulationen am Devisenmarkt sorgte, waren die Daten aus der US-amerikanischen Wirtschaft. Zwar waren diese Informationen recht durchwachsen, dennoch ließen die den Ausblick auf die Entwicklung des US-Dollars pessimistisch stimmen.
Besonders enttäuschend fielen die Daten aus, die sich mit dem Markt für Immobilien und mit langlebigen Wirtschaftsgütern befassten. Auf der positiven Seite standen dort die Ausgaben aus der Industrie, die um 4,1 Prozent gestiegen waren. Diese Veränderung war überraschend, konnte allerdings den Abschwung der US-Dollars nicht abfedern.
Zusätzlich getrieben wurde dieser Trend zu einem schwachen Dollar von dem Statement von FOMC, in dem angedeutet wurde, man würde möglicherweise die quantitativen Lockerungen wieder aufnehmen.
Die Entwicklungen des japanischen Yens gegenüber der US-amerikanischen Währung - so die Analysten der Oberbank, die schon einzelne Indikatoren für eine Korrektur sehen - werden bisher nur sehr vorsichtig gedeutet. Zwar scheinen die Interventionen der Bank of Japan langsam ihre Wirkung zu verlieren, doch sollten dennoch starke Verkäufe von USD/JPY unwahrscheinlich sein. Grund dafür ist die Gefahr, dass die Bank of Japan erneut mit aggressiven Manipulationen auf den Markt Einfluss nehmen könnte.
Während dieser Pessimismus zu US-amerikanischen Konjunktur den Dollar drückt, stützt dies natürlich zugleich den Euro und hob ihn über eine psychologisch äußerst wichtige Marke von 1,34 USD. Prognosen ließen sogar verlauten, dass die aktuellen Entwicklungen der Gemeinschaftswährung das Potential gäben, um die Marke von 1,36 USD zu erreichen. Was dieser Trend aber entgegenwirken könnte, sind die EWU-Sorgen, die vor allem Irland betreffen. Allerdings spricht man hier eher von einer Verlangsamung des Aufschwungs der Gemeinschaftswährung.
Die Analysten von UniCredit Research schätzen durch die verschiedenen Bewegungen im Devisenhandel ein, dass der Markt durchaus beweglich bleiben wird. Sie prognostizieren einen wechselhaften Devisenmarkt.
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