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Neue Rekordsummen aus China

Erstmals überschreiten die Devisen-Rücklagen der Volksrepublick China den Wert von zwei Billionen Dollar. Im zweiten Quartal kletterten die Reserven der chinesischen Nationalbank um den Rekordwert von 178 Milliarden auf nunmehr 2132 Milliarden Dollar.
Doch wie will China diesen riesigen Dollar Berg anlegen??

Die Rücklagen der Volksrepublick sind mittlerweile doppelt so hoch wie die von Japan und somit ist die Insel weltweit auf Platz zwei der Dollar-Sparer.
Durch den Anstieg der Greenback-Reserven könnte China möglicherweise verstärkt US-Staatsanleihen ankaufen. China solle den Bestand seiner US-Bonds in diesem Jahr moderat steigern. Sobald sich die amerikanische Wirtschaft von der Rezession erhole, könne China auch andere US Wertpapiere kaufen, so Wang Yong, Professor an einer Universität, die der chinesischen Nationalbank gehört.
Um die Konjunkturspritze finanzieren zu können, muss Washington sich stark verschulden und braucht so Abnehmer von Anleihen. Derzeit hält China US-Bonds im Wert von rund 735 Milliarden Dollar. Die UBS-Ökonomin Wang Tao meint, dass es Peking momentan schwer falle, das Geld in andere Assets als US-Treasuries anzulegen, der Markt für andere Werte sei zu klein und illiquide.
Rund 65 % seiner Reserven hält China derzeit im Dollar, der Rest verteilt sich auf Pfund Sterling, Yen und Euro.

Eine Menge heißes Geld ströme ins Land zurück so Sherman Chan, Volkswirt bei Moodys Economy.com. Er kommentierte den Anstieg der Devisen-Reserven wie folgt: “China hat die besten Aussichten aller großen Volkswirtschaften”.
Ben Simpfendorfer, Volkswirt bei der Royal Bank of Scotland in Hongkong kommentierte: “Spekulatives Kapital habe rund 50 Milliarden US-Dollar zu dem jüngsten Zuwachs beigetragen.”
Die chinesische Börse hatte nach der Auflage der nationalen und regionalen chinesischen Konjunkturprogramme - Ende des vorigen Jahres - in Höhe von einer Billion Dollar einen Rekordlauf angesetzt. Man kann hier also von einem Investitions-Boom im Reich der Mitte sprechen.
Vor allem Aktien aus der Infrastruktur gewannen durch den Zuwachs des Shanghai Composite Index, der um 75 Prozent zulegte. Der Überschuss der Handelsbilanz belief sich im zweiten Quartal auf 34,8 Milliarden Dollar. Amtlichen Angaben zufolge beliefen sich die Direktinvestitionen auf 21,2 Milliardan Dollar.

Die Regulierungsbehörde für den Devisenmarkt kündigte nun Lockerungen für die Kapital-Ausfuhr an, so will China nun unmengen an Geld leichter aus dem Land lassen, Firmen können so ohne vorherige Zustimmung Gelder ins Ausland transferieren.


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