Irische Bonitätsnote herabgesenkt
Die schwache Aussicht auf eine Konjunktur des Inselstaates Irland machen der Eurozone weiterhin zu schaffen. Nun wurde die Bonitätsnote für die Staatsanleihen Irlands auch von Fitch Ratings herabgesenkt.
Das Rating für langfristigen Emittentenausfall von Euro und Fremdwährungsanleihen fiel von A+ auf BBB+, was für Irland auch ein sinken des Kurzfristratings von vormals F1 auf F2 bedeutet. Die Ratingsagentur Fitch ist damit die erste Agentur, welche Irland nicht mehr in der höchsten Gruppe für Bonität wertet.
Am Donnerstag erklärte Fitch gegenüber der Presse: "Die Herabstufung spiegelt die zusätzlichen fiskalischen Kosten der Restrukturierung und Stützung des Bankensystems wider." Ebenfalls verwies man auf die intensiver werdende Finanzkrise und das Sparprogramm der Regierung, welche die Aussichten auf einen Aufschwung des Landes deutlich abschwächten.
Auf den Handel der europäischen Devise könnte diese Entwicklung sehr direkte Einflüsse haben. Dass der Inselstaat trotz dem Schutzschirm der Europäischen Union herabgestuft wurde, könnte erneuten Druck auf den Euro setzen. Hinzu kommen die positiven Daten vom Arbeitsmarkt der USA. Dort gab es nämlich weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, als man erwartet hatte. Das gab dem Dollar auftrieb und drückte die Gemeinschaftswährung der Euro-Zone. Am Donnerstag rutschte der Euro somit unter die Marke von 1,32 US-Dollar.
Am Morgen des Freitag zeigte sich der Euro aber wieder leicht erholt gegenüber dem Vortag und schlug wieder mit 1,3266 USD zubuche. Auch gegenüber den anderen internationalen Leitwährungen pendelte die Gemeinschaftswährung in kleinen Spielräumen. Am Vormittag des Freitags sprechen die Händler am Devisenmarkt bisher noch von einem sehr ruhigen Abschluss der Woche und sehen keine wichtigen Impulse mehr für den heutigen Tag.
In der kommenden Woche stehen dann aber zwei Berichte an, die Bewegung am Markt bewirken könnten. Zum einen erwartet man die Konsumentenstudie der US-Amerikaner durch die Uni Michigan und zum anderen stehen die Entscheidungen zu Geldpolitik der US-Amerikanischen Notenbank auf dem Plan.
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