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Hochgeschwindigkeitshändler unter Verdacht

Vor kurzem konnte man erst an den neusten Statistiken zum Devisenhandel ablesen, dass der Markt boomt. Mit 4 Billionen Dollar, die sich täglich durch die Händler im Devisenhandel bewegen, produziert dieser Markt die größte Finanzbewegung weltweit. Und laut den veröffentlichten Daten schwillt der Handel sogar weiterhin an; die weltweite Finanzkrise scheint diese Branche regelrecht zu beflügeln.

Um mit einem Handelsvolumen in dieser Größenordnung fertig zu werden, setzen mehr und mehr Händler am Markt auf Algorithmen. Mittels des computergestützten Handels ist es möglich, innerhalb von Bruchteilen von Sekunden mit Kauf- und Verkaufsaufträgen auszusenden und somit jedes Ungleichgewicht gewinnbringend auszuschöpfen. Und diese Möglichkeit wird immer mehr genutzt; in der USA macht der Anteil dieser Hochgeschwindigkeitshändler am täglichen Markt schon 60 Prozent des Gesamtvolumens aus. David Rutter - seines Zeichens Chef bei ICAP Electronic Broking – schätzt den Marktanteil des elektronisch gesteuerten Devisenhandels für 2012 auf 40 Prozent. "2009 kam der Hochgeschwindigkeitshandel im weltweiten Währungsgeschäfts auf einen Marktanteil von etwa 25 Prozent, und wir spüren bereits, dass der Einfluss weiter wächst." erklärt er seine Prognosen.

Aber trotz des großen Erfolges und Potentials sehen viele auch die Probleme hinter den so genannten "Algo-Händlern". Als Anfang Mai diesen Jahres der Dow-Jones-Index innerhalb von wenigen Minuten um rund 1000 Punkte einstürzte, machte viele Marktteilnehmer den Algorithmen-gestützten Handel dafür verantwortlich. Obwohl die Ursachen für diesen Einbruch nochimmer nicht geklärt sind, vermutet man, dass ein außer Kontrolle geratenes System von Hochgeschwindigkeitshändlern den Devisenmarkt so empfindlich beeinflussen könnten.

Auch steht die Art und Weise unter Kritik, wie sich mit dieser außerordentlich hohen Frequenz an Kauf- und Verkaufsaufträgen arbeiten lässt. So kann mittels des Algorithmen-Gesteuertes Devisenhandel binnen kürzester Zeit ein Auftrag zum Kauf ausgesandt werden, und wieder zurückgezogen werden. Dadurch der Markt für diese Algo-Trader transparent und lässt sie andere Investoren ausspionieren.

Um mit diesem - in den Augen der Kritiker unberechenbaren – Faktor am Devisenmarkt fertig zu werden, will man nun durch eine Reform der Marktregeln den Handlungsspielraum der Algo-Händler einschränken. Das kündigte in dieser Woche Mary Schapiro an, Chefin der US-Börsenaufsicht SEC.



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