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Griechenlands unsichere Lage übt Druck auf Euro aus

In der zweiten hälfte der aktuellen Devisenwoche bekam die europäische Gemeinschaftswährung schließlich deutlicher den Druck zu spüren, den die unsichere Lage des Krisengebeutelten Griechenlandes ausübt.

Das ließ den Euro auf den tiefsten Stand seit drei Wochen Fallen und verortete ihn zwischenzeitlich bei 1,4071 US-Dollar. Darauf konnte sich die Währung zwar wieder erholen, die Europäische Zentralbank setzte dennoch auf 1,4088 USD fest.

Den Einfluss den die Anliegen um den Wackelkandidaten Griechenland auf die europäische Gemeinschaftswährung ausübt bestätigte auch Stephan Rieke – seines Zeichens Devisenexperte bei der BHF-Bank. Er kommentierte: "Die undurchsichtige Lage in Griechenland belastet weiter den Eurokurs." Bisher konnte sich der Euro dennoch gegenüber dem US-Dollargut behaupten, da dieser deutlicher schwächelte.

Besonders auf dem Markt für Immobilien ist die USA laut der letzten Daten angeschlagen. Allerdings kommen in Griechenland zu den finanziellen Sorgen nun auch noch politische Probleme und Giorgos Papandreou bangt als griechischer Regierungschef bereits um die Mehrheit im Parlament.

Weiteren Zunder ward Sheila Bair ins Feuer, die als Chefin der staatlichen US-Einlagensicherung FDIC einen eventuellen Crash unter den Banken Europas andeutete: "Ich bin sehr besorgt darüber, dass Europas Bankensystem der Ausgangspunkt für künftige finanzielle Instabilitäten werden könnte."

Derweil diskutiert man weiterhin über die Formen des Rettungspaketes, das für Griechenland geschnürt werden soll. Der Devisenexperte erklärte: "Zudem ist immer noch nicht klar, wie die Beteiligung privater Gläubiger beim Griechenland-Rettungspaket umgesetzt werden kann, ohne dass dies Ratingagenturen dies als Kreditausfall bewerten werden."

Was den Euro letztendlich wieder fing und auf die Marke über 1,41 USD hob, waren die Informationen über frühe Zahlungen an Griechenland. Das erste Hilfspaket soll so schon vor dem Beschluss der kommenden Sparprogramme den Helenen zugute kommen. Dennoch muss man sich dem Problem bewusst sein, das ein Händler auf den Punkt bringt: "Die Zeit für Griechenland läuft langsam ab. Es gibt keine einheitliche europäische Haltung, und Athen verfügt nicht über den politischen Konsens, weitere Reformen durchzusetzen."

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