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Griechenland macht Devisenmarkt zu schaffen

Die Lage an den Märkten für Anleihen, Aktien und Devisen ist ausgesprochen angespannt. Einer der großen Gründe dafür ist die Krise in Griechenland, bei der scheinbar niemand mehr sicher ist, dass sie in den Griff bekommen werden kann.

Ulrich Leuchtmann ist ein Experte von der Commerzbank und kommentierte "Es mehren sich Gerüchte, dass die deutsche Bundesregierung ein Ende der Griechenland-Hilfe anstrebt."

Tatsächlich gibt es zahlreiche Konfliktpunkte in der Bewilligung des zweiten Rettungspaketes für Griechenland. Nicht zuletzt in Deutschland, das sonst eigentlich in der Rolle auftrat, die anderen Länder der Euro-Zone zu beruhigen. In Berlin streitet sich die Koalition über die Auflagen für das Überweisen von weiteren 109 Milliarden Euro an die Krisen-gebeutelten Helenen.

Allerdings muss sich jede Position in diesen Tagen auch bewusst sein, dass es um mehr geht als nur Griechenland. Folker Hellmeyer – seines Zeichens der Chefanalyst Bremer Landesbank – spricht von einem "Endspiel" der Eurozone. Evangelos Venizelos, der Finanzminister in Athen, drückt es so aus: "Die Umsetzung der Entscheidungen vom 21. Juli ist der einzige Weg vorwärts, nicht nur für Griechenland, sondern auch für die gesamte Eurozone." Allerdings wird die Bereitschaft und die Fähigkeit der Helenen, die angekündigten Sparmaßnahmen umzusetzen, mit vielen Argumenten angezweifelt.

Immerhin scheint Deutschland sich innerhalb der Krise nach Verbündeten umzuschauen und erhielt Unterstützung von Timothy Geithner, der als US-Finanzminister das polnischen Breslau besuchte. Auf dem Treffend er Finanzminister der EU war natürlich auch Wolfgang Schäuble zugegen und beschrieb die Aufgabe: "Wir müssen auf beiden Seiten des Atlantiks unsere Probleme lösen, um mehr Stabilität in die Finanzmärkte zu bekommen. Das ist die Hauptursache, warum wir in der globalen wirtschaftlichen Entwicklung eine Abschwächung befürchten müssen."

Allerdings hat man auch auf der anderen Seite des Atlantik mit Problemen zu kämpfen. Zum einen schwächelt nochimmer die Konjunktur in der größten Volkswirtschaft der Welt und zum anderen hat man in den Staaten auch nach der Heraufsetzung der Schuldenobergrenze mit dem enormen Staatsdefizit zu kämpfen.

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