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Gefahr der Japanisierung der Finanzmärkte

Die Verbrauchernachfrage wird angesichts des anhaltenden Schuldenabbaus der Privathaushalte weiterhing gedämpft bleiben. Zudem dürften die gelpolitischen Stimulierungsmaßnahmen sowie die Staatsdefizite wieterhin anhalten. Dadurch besteht jedoch die Gefahr einer sogenannten Japanisierung der Finanzmärkte, die sich in niedrigeren Renditen von Unternehemen und Staatsanleihen und höheren Kurs-Gewinn- Verhältnissen äußern dürfte. So lauten die Kernaussagen in dem heute veröffentlichten Finanzmarktausblick der Saxo Bank, Handels- und Investmenspezialist im Forex und Devisenhandel, für das vierte Quartal im Jahre 2009.

"Da die westlichen Volkswirtschaften flexibler sind und geeignete Maßnahmen für die notwendigen Veränderungen ergreifen können, glauben wir zwar nicht, dass es so schlimm kommen wird wie in Japan", so David Karsbøl, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "Es wird jedoch immer deutlicher, dass die aktuelle Situation im Westen sehr viel Ähnlichkeit mit der in Japan nach 1990 hat. Dabei hat es immer mehr den Anschein, als ob die Rettung großer Unternehmen von nun an gemeinhin als gegeben vorausgesetzt wird. Faktisch bedeutet dies, dass das Ausfallrisiko ausgepreist wird und die KGVs infolgedessen steigen, während die Anleiherenditen sinken", so Karsbøl weiter.

Außerdem prognostiziert Saxo Bank im aktuellen Quartalsausblick, dass in der zweiten Jahreshälfte die amerikanische Wirtschaft zu einem positiven BIP-Wachstum zurückkehren wird. Die Nachhaltigkeit dieses Wachstums hält der Kopenhagener Investmentspezialist allerdings für fraglich, da es größtenteils von wieder steigenden Lagerbständen und von Staatsausgaben getragen werden dürfte.

Die in den nächsten Monaten weiter zunehmenden US Arbeitslosigkeit, wird der Schuldenrückzahlung und dem Konsum einen Dämpfer aufsetzen.

Laut David Karsbol ist die USD-Short Position ein Votum für den globalen Aufschwung, abgesehen davon, dass sie mittlerweile den neueren und bessern Carry Trade darstellt."Das sehr niedrige US-Renditeniveau, der massive Bedarf der USA an externer Finanzierung und die wachsende Abneigung Chinas gegenüber Dollarkäufen bilden zusammen einen toxischen Cocktail, der den Greenback kurzfristig sogar noch weiter unter Druck setzen könnte", erklärt Karsbøl.

Bei der diesjährigen Aktienmarktrally deutet die Marktdynamik Verschiebung mit Blick auf das Jahresende. Um insgesamt 59 % habe die globalen Aktienmärkte seit den Tiefständen im März bis einschliesslich August zugelegt. Von Mikrotrend, sektorspezifischem Wachstum und Bewertungsgelgenheiten dürften die Performance laut Marktdynamik künftig angetrieben werden.

Als Schlusswort fügt Karsbøl hinzu: "Die meisten Indikatoren zur Wirtschaftsaktivität stabilisieren sich mittlerweile, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Unseres Erachtens sollten sich die Anleger daher weiter auf Zykliker, z.B. CFDs und Aktien sowie Futures, konzentrieren. Bei der regionalen Gewichtung empfehlen wir dabei ein besonderes Augenmerk auf die Schwellenmärkte zu legen, da es in Europa und den USA schwierig sein wird, Wachstum aufrechtzuerhalten oder gar zu verbessern."

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