Experten sehen den Euro abrutschen
Seit Mai konnte der Euro sich im Devisenhandel in einer Pendelbewegung nach oben arbeiten und machte gegenüber dem US-Dollar etwa 10% Raum gut. Prophetieren konnte der Euro vor allem von den pessimistischen Blick auf die Wirtschaft der USA: Auch die Konjunkturdaten gaben der Währung Schwung. Am Anfang dieser Woche ging die Gemeinschaftswährung dann sogar für 1,3166 US-Dollar aus dem Handel.
Trotz dieses ansehnlichen Aufwärtstrend wird nun von Skeptikern ein Abrutschen des Euros auf die 1,2 USD-Marke prophezeit.
Zu dieser Fraktion gehören beispielsweise auch die Devisenanalysten von Barclays Capital, welche die Marktteilnehmer davor warnen, weiter mit dem Aufwärtstrend des Euros zu rechnen. Sie prognostizieren: "Der Dollar wird moderat zulegen."
Raghav Subbarao, der ein Devisenexperte bei Barcleys Capital ist, spricht für den Dollar:
"(...) die Positionen am Terminmarkt nicht mehr so extrem wie zuvor."
Er kommentierte diese Aussage weiter mit: "Die Faktoren, die den Euro angetrieben und den Dollar gedrückt haben, werden nicht Bestand haben" Man geht insgesamt davon aus, dass die optimistischen Konjunkturdaten aus der Eurozone, die bisher die Erholung des Euros stützen konnten, sich nicht fortsetzen werden. Im Gegensatz dazu sieht man die US-Daten im Aufwärtstrend
Eine weitere Stimme stammt von dem Leiter der Währungsstrategie bei UBS, mit Namen Mansoor Mohi-Uddin: "Wir hinterfragen in Anbetracht der Konsolidierungsanstrengungen die Nachhaltigkeit des Euro-Aufschwungs. Der Euro wird wieder unter Abwertungsdruck geraten". Bei der schweizer Bank sieht man die Gemeinschaftswährung sogar auf 1,15 Dollar abrutschen.
Auch von FX Conxept und seinen Experten hört man Warnungen. Jonathan Clark, seines Zeichens Vice-Chairman von FX Concept, äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg folgendermaßen: "Unter einem pessimistischen Szenario, stehen die europäischen Währungen insgesamt vor großen Problemen".
Dass diese Äußerungen ernst genommen werden sollten, daran zweifelt derzeit kaum jemand. FX Concept ist der weltweit größte Hedge-Finds der auf Währungen spezialisiert ist und prophezeite bereits den Aufwärtstrend des Euros korrekt. Nun empfehlen die Experten dort, dass Marktteilnehmer ihre Kaufpositionen reduzieren sollten.
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