Europäische Gemeinschaftswährung muss Einbußen verzeichnen
In der Devisenwoche musste die europäische Gemeinschaftswährung Einbußen verzeichnen. Der Grund dafür waren vor allem skeptische Beobachter am Devisenmarkt, ob sich die Unterstützung der EU-Wackelkandidaten weiterhin politisch rechtfertigen lassen würde.
Insbesondere steht dabei natürlich Griechenland im Fokus, bei denen es als fraglich erscheint, ob sie die Ziele zur Haushaltskonsolidierung würden durchsetzen können.
Des Weiteren sorgen nun auch Gerüchte für Unruhe unter den Händlern, dass es zu einem Streit zwischen den Internationalen Kontrolleuren, welche die Sparmaßnahmen der Helenen überwachsen sollten, und der griechischen Regierung gekommen sei.
Zwar dementierte der Finanzminister von Griechenland – mit Namen Evangelos Venizelos – diese Gerüchte umgehend: "All das, was seit gestern Abend über eine Unterbrechung der Verhandlungen geschrieben wird, hat nichts mit der Realität zu tun." Aber allein die Möglichkeit sorgte dafür, dass die ohnehin schon geringe Risikobereitschaft am Markt weiterhin sank.
So meinte ein Händler: "Nachdem sich der Euro lange Zeit gegen Abflüsse wehren konnte, scheinen sich momentan die Investoren aus dem Euro-Raum verstärkt zu verabschieden."
Auch kam für den Euro erschwerend dazu, dass sein sonst ebenso geschwächtes Gegenstück – der amerikanische Dollar – unerwartet stärker wurde. Die Daten zur Konjunktur, die am Nachmittag des Donnerstag kamen, fielen überraschend positiv aus. Vor allem der ISM-Index zeigte sich stärker als erwartet.
Nun wartet man vor allem auf Daten vom US-Arbeitsmarkt. Der Bericht der US-Regierung wird noch zum Wochenausklang erwartet und die Volkswirte erwarten bereits, dass die Zahl der Beschäftigten deutlich weniger gestiegen ist, als im Vergleich zum Vormonat.
Sollte die Bereitschaft für Risikogeschäfte bei den Investoren weiterhin sinken, wird die Zahl der US-Dollar und Euro-Flüchtlinge weiter zunehmen. Mehr und mehr Deutsche orientieren sich in Zeiten der Krise mehr an Franken und asiatischen Devisen, als an der europäischen Gemeinschaftswährung.
Das sorgt für einen weiterhin starken Yen und weiterhin wachsendes Interesse an der schweizerischen Währung.
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