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Euro-Zone und Händler blicken auf die Slowakei

In der aktuellen Devisenwoche konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung bisher gestärkt zeigen. Dazu beigetragen haben vor allem die Konjunkturdaten aus der Eurozone.

Die Industrieproduktion der Eurozone konnte im Monat August zulegen und im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent wachsen. Dies sind zur Überraschung vieler Beobachter erstaunlich gute Daten, dann die Volkswirte hätten damit gerechnet, dass dieser Sektor mit einem Rückgang von etwa 0,8 Prozent ausfallen würde.

Dies gab dem Euro weiter Auftrieb und so stieß die europäische Gemeinschaftswährung wieder über die Marke von 1,38 US-Dollar. Zu Beginn der Devisen-Woche waren es 5 Cent weniger.

Was aber nach wie vor als Druckmittel über dem Euro-Kurs schwebt ist die Frage um den Euro-Rettungsschirm. Hier gibt es weiterhin Verzögerungen der Entscheidungen und die Händler blicken – wie die ganze Euro-Zone – aktuell in Richtung der Slovakei. Am Abend des Dienstages hatte die Regierung dort über den Euro-Rettungsschirm abgestimmt und konnte keine Mehrheit erreichen. Nun stehen weitere Abstimmung an, um den Rettungsschirm durchzudrücken.

Allerdings: "Es hat sich gestern bereits abgezeichnet, dass sich im ersten Wahlgang keine Mehrheit finden wird" meinte ein Händler am Markt. Dennoch, die allgemeine Stimmung scheint darauf hinzudeuten, dass man noch in dieser Woche eine Zustimmung in der Slovakei geben wird, den Rettungsschirm für die EU-Wackelkandidaten zu erweitern. Allem voran würde natürlich Griechenland der erste Kandidat sein, der davon profitieren würde.

Schwierig würde die Situation allerdings werden, wenn man in dieser Woche aus Bratislava keine Zustimmung bekommen würde. Bisher ließ sich der Kredit-Markt nicht allzu sehr von der aufgeschobenen Entscheidung beeindrucken.

Sollte diese Frage allerdings weiter aufgeschoben werden oder aus der Slovakei sogar ein "Nein" kommen, würde dies nicht nur die Kreditzusagen an Griechenland beeinflussen, sondern wohl auch an Irland und Portugal.

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