Euro wieder über 1,22 Dollar
Am Dienstag dieser Woche konnte sich der Euro wieder im Devisenhandel etwas besser behaupten. Gegen den US-Dollar konnte die Gemeinschaftswährung sich mit 1,2205 USD verbuchen. Kurzzeitig schlug er sogar mit 1,22335 USD zubuche und markiert damit seinen Trend gegenüber der vergangenen Woche.
Dabei wirkt der europäischen Währung doch nach wie vor die Finanzkrise Griechenlands belastend entgegen. Aber der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Hellenen stehen die Daten aus der Industrieproduktion in der Europäischen Union gegenüber, welche überraschend positiv ausgefallen sind. Damit halten sich - so kommentiert ein Händler in Tokio die Sachlage - die stützenden und belastenden Einflüsse auf den Euro gegenseitig die Waage.
Ein Devisenstratege von BNP Paribas kommentiert diese Herabstufung der Bonität Griechenlands aber gelassen: „Die Agentur hat eigentlich nur das vollzogen, was die Märkte längst vorweggenommen haben.“ Diese Enstcheidung wird nur noch als eine „theoretische“ Angelegenheit wahrgenommen, da die praktischen Auswirkungen auf den Markt nur noch begrenzt sind. Als im vergangenen Mai durch die Europäische Zentralbank beschlossen wurde, die Bonitätsanforderungen an Griechenland auszusetzen, wurde damit der Effekt auf den Euro eingeschränkt.
Wie sich dieser Umstand weiterhin entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Für die Bonität von Griechenland wird allerdings weitere Verschlechterung prognostiziert. Ein Händler kommentiert die Entwicklung: "Der Devisenmarkt sucht noch immer nach einer klaren Richtung. Und trotz der Befürchtung weiterer schlechter Nachrichten aus Europa hat der Euro noch Luft nach oben, bevor es dann aber wieder abwärts gehen dürfte."
So werden weitere Herabstufungen durch die Ratinagentur Moody’s erwartet. Man spricht von einem Herabsinken auf „Ramschniveau“. Somit muss man weiterhin mit einer Belastung des Euros durch die Schuldenkriese rechnen, erklärt eine Devisenanalsten der UBS und prognostiziert damit eine mögliche Tendenz.
Was hier dem Abwärtstrend entgegenwirken könnte, wären weitere Stützungsmaßnahmen durch den EU-Gipfel. Eine solche finanzpolitische Entscheidung, sollte aber möglichst einvernehmlich getroffen werden, um bei den Händlern für Vertrauen zu sorgen.
2012-02 2012-1 2011-12 2011-11 2011-10 2011-9
2011-8 2011-7 2011-6 2011-5 2011-4 2011-3 2011-2
2011-1 2010-12 2010-11 2010-10 2010-9 2010-8 2010-7
2010-6 2010-5 2010-4 2010-3 2010-2 2010-1 2009-12
2009-11 2009-10 2009-9 2009-8 2009-7 2009-6 2009-5 |