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Risikoaversion mit Goldman kehrt zurück – Euro unter 1,35 USD

Der Euro geht am Freitag deutlich leichter und knapp unter der Marke von 1,35 USD aus dem europäisch dominierten Handel.Es wird von einer schnellen Rükkehr der Risikoaversion gesprochen. Die Untersuchundgen der US-Börsenaufsicht SEC gegen Goldman Sachs und der folgende Kurseinbruch hätten dies ausgelöst.

Presseberichte über einen Milliardenverlust in einem Immobilienfonds von Goldman Sachs seien jedoch besonders negativ aufgenommen worden. "Nachdem schon Morgan Stanley einen Rekordverlust in einem Immobilienfonds ausweisen musste, geht jetzt natürlich wieder die Angst vor neuen Problemen mit Gewerbe-Immobilien um", so ein Händler.

Auch die Konjunkturdaten aus den USA sorgten überwiegend für Enttäuschung. Der Index zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan viel so im April auf 69,5 zurück. Hier wurde von Analyaten eine Belebung von 75,0 erwartet. Durch eine Aufwärtsrevision des Vormonat wurden die Baubeginne im März neutralisiert. Sie waren schwächer als erwartet um 1,6 Prozent gestiegen - ein Anstieg um 6,1 Prozent wurde erwartet.

Durch eine Aufwärtsrevision des Vormonats wurden die Baubeginne im März neutralisiert.
Schwächer als erwartet waren sie um 1,6 Prozent gestiegen, es wurde ein Anstieg um 6,1 Prozent erwartet. Die kräftige Aufwärtsrevision des Vormonats wirket jedoch schützend. Sie wurden auf einen Anstieg von 1,1 Prozent hochgesetzt und wiegen damit die März-Zahlen auf.

Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der erteilten Baugenehmigungen jedoch überraschend um 7,5 Prozent. Die Prognose hatte hier auf ein Minus von 0,5 Prozent gelautet. als Vorlaufindikator für die künftige Bauaktivität gelten die Baugenehmigungen.

Das Treffen der Finanzminister des Euro-Raums am Freitag und Samstag steht jedoch im Fokus des Devisenhandels. Am Donnerstag hatte Griechenland offiziell erklärt, Diskussionen über ein eventuell nötiges Hilfspaket mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds führen zu wollen. Es wird damit gerechnet, das der griechische Finanzminister George Papaconstantinou bei dem Treffen bereits einen Antrag auf Kredite der EU un des IWF stellen könnte.

Eine IWF-Delegation wird bereits am Montag Gespräche mit der Regierung Athen´s führen. "Das schockt aber niemanden mehr, da der Markt bereits zuvor der Meinung war, dass der Hilfsmechanismus ausgelöst werden wird", so der Chef des Währungs-Research bei Commerzbank Corporates & Markets, Ulrich Leuchtmann.

Die Aktivierung des Rettungspakets werde allerdings nicht für eine Erholung der Gemeinschaftswährung zum Greenback sorgen. "Dafür sind die Risiken bei der Implementierung zu hoch", so Leuchtmann.

Der Euro wird erst bei 1,3250 USD als technisch unterstützt gesehen. Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittagsfixing mit 1.151,50 USD nach 1.157 USD im Vormittagsfixing festgestellt worden.

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