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Euro scheitert an 1,30 USD Hürde

Der Wochenausklang am Devisenmarkt ist wieder etwas ruhiger, als die Tage zuvor. Entscheidende Daten zur Konjunktur blieben aus.

Lediglich die erfolgreichen Anleihentransaktionen in Spanien und in Frankreich hatten dem Euro etwas Aufwind verschaffen können und hatten für Bewegung gesorgt. Besonders Spanien ging aus der Transaktion als Gewinner hervor. Dabei sorgten diese Entwicklung vor allem für eines: Wohlwollen gegenüber dem Euro am Markt.

Dort müsse die Währung das Vertrauen wiedergewinnen. Das meinte auch Rainer Sartoris, seines Zeichens Devisenexperte von HSBC Trinkaus. Entgegen Eurokritikern sieht er auch keinen Anlass darin, das dafür Hilfe von außen – beispielsweise durch den Internationalen Währungsfonds – nötig sei. Es verlange lediglich nach Strukturreformen und einer grundsoliden Fiskalpolitik.

Trotz dieser optimistischen Stimmen zeigte sich die Marke von 1,30 US-Dollar als unüberwindbare Hürde für den Euro. Auch wenn der Markt hier eigentlich keinen Widerstand gibt, ist doch die psychologische Dimension dieser Marke nicht zu unterschätzen. Am Markt spricht man von Dünner Luft in diesen Höhen. So war für den Euro am Mittag des Freitags – trotz Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende – bei 1,2987 US-Dollar Schluss.

Und während sich der Markt nun auf das Wochenende einstellt, blickt man doch wieder nach Griechenland. Der Fokus auf den größten Schuldensünder der Eurozone kommt diesmal daher, dass man auf eine Erklärung des Bankenverbands IIF wartet. Denn inzwischen will man etwas Bewegung erkannt haben, wenn es um die Verhandlungen um den Schuldenschnitt geht, um den die Gläubiger Griechenlands und die hellenische Regierung nun feilschen.

"Viele Marktteilnehmer rechnen nun auch fest mit einem positiven Ausgang der Griechenland-Krise." Das meint Ulrich Leuchtmann von der Kommerzbank. Ebenfalls positive Stimmung für den Euro sieht der Devisenstratege von J. P. Morgan, mit Namen Junya Tanase, und kommentiert: "Der Euro wird wohl noch einige Tage von der steigenden Risikobereitschaft profitieren."

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