Euro klettert weiter im Devisenhandel
Auf dem Kapitalmarkt macht der Euro langsam wieder eine wirklich gute Figur. Der Beschluss der EU, dem hochverschuldeten Griechenland ein Rettungspaket von 45 Mrd. Euro zu schnüren, wirkte stabilisierend und fördernd für den Kurs der Gemeinschaftswehrung. Der Fondsmanager der Bank of the Philippine Islands, mit Namen Olan Caperina, bestätigte diesen Trend: "Die Stimmung am Markt verbessert sich dramatisch. Das Rettungspaket für Griechenland nimmt den Anlegern die Ängste vor einer Schuldenkrise." Das Ergebnis war der stärkste Euro seit Wochen: gegenüber den 16 handelsaktivsten Währungen auf dem Währungsmarkt stiegen die Prozente.
Speziell bei den griechischen Finanzenmärkten gab es dadurch viel Bewegung. Staatsanleihen aus Griechenland wurden deutlich weniger mit Risikoaufschlägen belastet. In zehnjährigen und noch mehr bei zweijährigen hellenischen Papieren sanken die Renditen. Die Absicherung von 10 Millionen Euro an griechischen Staatsanleihen bewegt sich damit bei Kosten von 345 tausend Euro jährlich.
Diese Entwicklungen führten auch zu optimistischeren Schätzungen des Terminmarkts bei Währungsstrategen. Anfang April sanken die Netto-verkaufspositionen auf 67.200 Kontrakte, was eine Senkung um 18.100 ausmacht.
Auch gab es etwas Bewegung auf dem Rohstoffmarkt. Im Handel waren sowohl Gold als auch Rohöl gefragt. Letzteres stieg im Preis je Barrel auf 85,71 Dollar von April zu Mai bei der Sorte West Texas Intermediate. Das entspricht auf 159 Liter einer Verteuerung um 79 Cent. Gold konnte seinen Preis auf den höchsten Stand seit Dezember vergangenen Jahres verzeichnen. Eugen Weinberg, der Rohstoffanalyst der Comerzbank, sagte dazu: "Nicht nur der schwächere Dollar, sondern auch die Aussicht auf höhere Schulden und Inflation in der Euro-Zone sollten Gold Auftrieb geben." 1168,70 Dollar kostete nun eine Feinunze, die man mit 31,1 Gramm abmisst.
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