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Ausbleibende Stabilität des Euros durch das Rettungspaket für Griechenland

Obwohl es zwischendurch so aussah, als ob das Rettungspaket für Griechenland den Euro wieder stabilisieren könne, scheint doch der Glauben in die Gemeinschaftswährung zu sehr erschüttert. Vergangene Woche war der Euro nur noch 1,3147 Dollar wert. Der Grund dafür war vermutlich die Meldung der deutschen Regierung, dass man für Ende 2012 mit einem höheren Finanzbedarf für den Mittelmeeranrainers rechnen darf, als bisher vereinbart. Ein Händler kommentiert: „Keiner glaubt so richtig, dass Griechenland wirklich gerettet ist, sondern dass Athen ab 2012 wieder an den Kapitalmarkt muss“.

Als Grund für die ausbleibende Stabilität des Euros durch das Rettungspaket der IWF und der EU werden die Konjunkturdaten der USA diagnostiziert. Hinter dem Aufschwung der USA aus der Krise steht Europa zurück. Das erhöht erheblich den Druck auf die europäischen Länder, die alle mit der Verschuldung von Griechenland zu kämpfen haben. Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde kommentiert: "Wir müssen schnell handeln. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte steht die Stabilität der Euro-Zone auf dem Spiel."

Ein weiteres Problem dem die EU gegenübersteht ist die Glaubwürdigkeit ihrer Währung. Die Europäische Zentralbank steht zunehmend unter Druck, weil sie ihre eigenen Regelungen zur Sicherheit der Währung nicht einhält. Mit Hinweis auf das Hilfspaket für Griechenland rechtfertigt der Präsident der EZB Jean-Claude Trichet die Hilfen für Griechenland. Inzwischen werden Staatspapiere von Griechenland von der EZB akzeptiert, ohne auf Sicherheiten zu achten.

Dennoch bleibt fraglich, ob hier der Zweck die Mittel heiligt. Wenn die Hilfen die finanzielle Lage des EU-Mitgliedes nicht retten können, begeben sie sich in eine unangenehme Position, da sie laut Claudia Windt von der Helaba – Beiwohnerin des EZB-Rates – zu Verlustgeschäften gezwungen werden könnten, um Griechenland aufrecht zu erhalten. Verheerend kann dann dabei wirken, dass durch die in die Tiefe gezwungen Zinsen der Zentralbank Europas die Inflation steigt.

Wie sich das Verhalten der EZB gegenüber den Hilfsmaßnahmen entwickeln wird, bleibt aber offen. Die allgemeine Unsicherheit der Lage im europäischen Finanzmarkt wird unweigerlich weiter für Spannungen sorgen.

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