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Euro erholt sich nach Papandreou-Poker

Im Devisenmarkt musste der Euro in dieser Woche einen starken Abwärtstrend hinnehmen. Nachdem das erfolgreiche Treffen der EU-Länder in Brüssel der letzten Woche für kurzfristige Ruhe am Markt gesorgt hatte, zeigte sich der Kurs nun wieder nervösen denn je.

Der Grund dafür war natürlich die unerwartete Ankündigung des Premiers von Griechenland. Giorgos Papandreou kündigte eine Volksabstimmung über das Hilfspaket der EU an und die Gemeinschaftswehung regierte mit massiven Kursverlusten.

Allerdings konnte diese Angelegenheit, die von der Presse gern als Papandreou-Poker bezeichnet wird, recht zügig wieder entschärft werden. Nach einer Gesprächrunde mit den Vertretern der übrigen EU-Länder und herber Kritik aus der eigenen Regierung zog Papandreou die Idee vom Volksentscheid wieder zurück. Dies sorgte auch für Aufatmen an den Märkten, allerdings hielt auch die nicht lange an.

Den nächsten Abwärtsschwung nahm der Euro nach der Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank, den Leitzins der Gemeinschaftswährung zu senken. Diese Maßnahme km für die meisten Marktteilnehmer äußerst überraschend und der Kurs des Euros reagierte mit einem Abstieg auf bis zu 1,3660 USD.

Allerdings erholte sich die Gemeinschaftswährung auch von diesem Abschwung und hält sich zum Wochenabschluss wieder über der Marke von 1,38 USD. Der Grund dafür, dass der Euro die Leitzinssenkung so gut verkraften konnte, sehen die Händler im Kontext der Maßnahmen: "Dass sich der Euro anschließend wieder so deutlich erholt hat, lag daran, dass der neue EZB-Präsident Mario Draghi in der Pressekonferenz sehr darauf bedacht war, die geldpolitische Lockerung nicht in einen direkten Zusammenhang mit der Schuldenkrise zu setzen. Die Betonung lag klar auf Inflations- und Konjunkturrisiken."

Aber trotz der neuerlichen Stabilisierung des Kurses ist man am Markt nach wie vor nervös. Die Ruhe nach dem Brüssel-Gipfel ist nicht eingekehrt und die Händler sind in Alarmbereitschaft. "Das Chaos in Griechenland ist damit noch nicht beendet." heißt es von den Experten.


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