Euro behauptet sich gegen Yen und Dollar
Am Donnerstag der Devisenwoche erhielt die Europäische Gemeinschaftswährung einen unerwartet hohen Aufschwung und sprang bis über die Marke von 1,42 US-Dollar. Das Tageshoch des Euros lag schließlich sogar bei 1,422 USD und pendelt sich im heutigen frühen Devisenhandel bei 1,4173 USD ein.
Grund für den Aufschwung der Gemeinschaftswährung am Donnerstag waren die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Diese gaben an, dass die Inflation innerhalb der 17 Länder der Eurozone im März auf 2,6 Prozent gestiegen war – im Vergleich dazu lag sie im Februar bei 2,4 Prozent. Aus diesen Daten folgten die Spekulationen auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank.
Was dem Euro am Abend des Donnerstags dann den Aufwind nahm, waren die Äußerungen der Gouverneure der US-Notenbank, die ihrerseits ebenfalls die Spekulationen um die Zinserhöhung anheizten. Narayana Kocherlakota kommentierte die Lage soweit, dass eine Erhöhung der Zinsen bis zum Ende des Jahres notwendig sei.
Als Folge dieser Bewegungen hat der Yen im aktuellen Devisenhandel sehr zu kämpfen. Er gerät unter Druck und dieser wird noch dadurch geschürt, dass die japanische Geldpolitik auf Jahr hinaus als locker eingeschätzt wird.
Ein Händler kommentierte das: "Japan wird die Zinsen auf Jahre hinaus niedrig lassen." Es wirkt sich nun aus, dass die Bank of Japan nach der großen Katastrophe im Land große Volumen an Geld in Umlauf gebracht hat. "Die Repatriierungen in Folge der Naturkatastrophen und dem Reaktorunglück scheinen zwischenzeitlich ausgelaufen" erklärte ein Händler.
Interessanterweise gibt es keine Bewegungen im Devisenhandel durch die irischen Stresstests an den Banken. Diese haben einen Bedarf an Kapital von 24 Milliarden Euro ergeben. "Allerdings hat es im Vorfeld auch Schätzungen von 40 Milliarden EUR gegeben" erklärt man am Markt. Es blieb also im Rahmen der Artwartungen.
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