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Euro auf Berg und Talfahrt

Die europäische Gemeinschaftswährung hat in der vergangenen Woche am Devisenmarkt eine regelrechte Berg und Talfahrt hingelegt.

Bis zur Wochenmitte stieg der Euro im Wert und verzeichnete am Mittwoch beim Referenzkurs der Europäischen Zentralbank 1,4367 US-Dollar. Am Donnerstag rutschte die Gemeinschaftswährung aber deutlich ab und wurde auf 1,4143 USD festgesetzt. Auch am Morgen des Freitags zeigte sich der Euro zu Handelsbeginn unter der Marke von 1,42 US-Dollar.

Was die europäische Gemeinschaftswährung belastete, waren zum einen die recht schwachen Zahlen aus Frankreich, die das Bruttoinlandsprodukt beschrieben. Das hatte die Händler am Markt verunsichert, denn obwohl die Volkswirte im zweiten Quartal einen Anstieg des französischen BIP um 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal diesen Jahres erwarteten, fielen die Zahlen schließlich schlechter aus.

Diese Umstände spiegelten sich – zum anderen - auch auf die Erwartungen der Händler, was die Erhöhung des Leitzinses angeht. Da die Konjunktur nicht mehr so optimistisch stimmt, erscheint auch die Anhebung durch die Europäische Zentralbank unwahrscheinlicher.

Dieser Entwicklung stehen einige Entscheidungen der Schweizerischen Nationalbank gegenüber, die ihre Landswährung gezielt schwächen wollen. Da die Schweiz sich wirtschaftlich ausgesprochen gut hält, während die anderen großen Leitwährungen von Krisen gebeutelt werden, flüchteten sich viele Händler in die Franken als sicheren Hafen. Das sorgte für eine sehr starke schweizerische Währung, was man als Gefahr für die Exportwirtschaft des Landes sieht.

Im Kampf gegen die starken Franken soll die Schweizerische Nationalbank nun auch Unterstützung aus der Politik bekommen. Das ist ein deutlicher Kurswechsel der Schweizerischen Parteien, stand die Schweizerische Nationalbank doch wegen ihrer Intervention am Devisenmarkt aus dem vergangenem Jahr unter Kritik.

Das Blatt Der Tagesanzeiger kommentierte: "Die Nationalbank müsste nun kaum mehr ein Trommelfeuer der Kritik befürchten, sollte sie ein fixes Wechselkursziel definieren und mit allen Mitteln verteidigen."

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