Devisenmarkt auf Erholkurs
Am Devisenmarkt haben die Händler wieder eine bewegte Woche hinter sich. Neben den üblichen Lasten die aus Griechenland auf der europäischen Gemeinschaftswährung lasteten, sorgte auch das Misstrauen gegenüber Italien für Druck auf den Euro.
In der zweiten Wochenhälfte konnte sich der Markt allerdings wieder beruhigen, so bestätigten Händler, und positive Signale auf Italien und Griechenland sorgten wieder für Auftrieb. So konnte sich der Euro am Donnerstag wieder über der Marke von 1,36 USD etablieren und die Europäische Zentralbank verortete den Referenzkurs bei 1,3616.
Für Aufsehen sorgt nun eine ominöse E-Mail von der Ratingagentur Standard & Poors. An Abonnenten der Internetseite der Agentur wurden per elektronischer Post falsche Inhalte verschickt und so kam es zu einer irrtümlichen Abwertung von Frankreich. Das zweitgrößte Euro-Land wurde bisher unter der Bestnote AAA geführt und entsprechend schwerwiegend wäre eine Abstufung für die französische Regierung.
Standard & Poors hat sich bereits zu dieser Angelegenheit geäußert und sprach von einem technischen Defekt. Martin Winn – seines Zeichens der Spreche der Ratingagentur – verteidigte sich damit, dass die Nachricht über die angebliche Herabstufung Frankreichs einen Link enthielt, aus dem die Fragwürdigkeit der E-Mail ersichtlich würde.
Natürlich hat diese Angelegenheit erneut die Kritik an den mächtigen Ratingagenturen angefacht. Diese haben ja bekanntlich sehr großen Einfluss auf die internationale Finanzwelt – zu viel für zahlreiche Politiker.
Der Vorwurf lautet dabei darauf, dass die Ratingagenturen mit Herabstufungen von EU-Ländern zur Finanzkrise beisteuern würden. Erneut fordern Stimmen aus unterschiedlichen Richtungen, dass die Agenturen für ihre Entscheidungen haftbar gemacht werden sollen.
Im aktuellen Fall hat sich der Finanzminister von Frankreich – mit Namen Francois Baroin - bereits zu Wort gemeldet. Er erklärte, dass der die europäischen und französischen Aufsichtsbehörden bereits darum gebeten habe, Ermittlungen gegenüber Standard & Poor's aufzunehmen.
2012-05 2012-4 2012-3 2012-2 2012-1 2011-12
2011-11 2011-10 2011-9 2011-8 2011-7 2011-6 2011-5
2011-4 2011-3 2011-2 2011-1 2010-12 2010-11 2010-10
2010-9 2010-8 2010-7 2010-6 2010-5 2010-4 2010-3
2010-2 2010-1 2009-12 2009-11 2009-10 2009-9 2009-8
2009-7 2009-6 2009-5 |