Devisenhandel zeigt sich zum Wochenende lustlos
Lustlos nennen die Händler am Markt den Handel zum Ausklang der Devisenwoche. Der Grund dafür sind die fehlenden Impulse, wenn man auf die Konjunktur blickt. So pendelt auch der Euro recht starr um die Marke von 1,36 US-Dollar und zeigt sich damit kaum verändert zum späten Devisenhandel vom Donnerstagabend.
In der kommenden Woche wird vor allem wieder die internationale Geldpolitik die Impulse am Devisenmarkt bestimmen. Hier geben Analysten des Marktes vor allem zwei Prognosen heraus, auf welche die Händler ein Auge haben werden. Zum einen ist das die Kreditwürdigkeit von Japan, die eventuell herabgestuft werden könnte. Darunter würde der Yen leidern und somit trägt dieser in der nächsten Woche die Last des Abwärtspotentials. Auf der anderen Seite sieht man auch bei dem Pfund die Möglichkeit für eine Abwärtsbewegung, sollte sich dort nicht die Geldpolitik ändern.
Was die Situation zwischen dem US—Amerikanischen Dollar und der europäischen Gemeinschaftswährung angeht, spricht man am Markt derzeit von einer Patt-Situation. Allerdings ist im Moment der Euro in einer leichten Favoritenposition und man schließt die Möglichkeit nicht aus, dass er bis an die Marke von 1,40 USD heranrühren könnte.
Was die Gemeinschaftswährung im Moment noch von diesem neuerlichen Anstieg abhält, ist eine mögliche Wende in der Zinspolitik der USA. Auch die Daten vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt könnten hier einiges bewirken, aber diese sind im Moment noch sehr zwiespältig bewertbar.
Denn obwohl die Indikatoren positiven Zeichen bringen, scheint doch nicht die erwartete Nachhaltigkeit und die damit verbundene Wende am amerikanischen Arbeitsmarkt eingetreten zu sein – wieder gab es über 400 tausend Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Staaten.
Am kommenden Wochenbeginn stehen vor allem zwei Impulse am Devisenmarkt an: zum einen die Einkaufsmanager-Indizien, die am Montag für Europa veröffentlicht werden und der Case-Shelter-Hauspreisindex, welcher für die USA am Dienstag erwartet wird. Am Monat steht dort aber erstmal der Präsidenten Feiertag an.
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