Deutsche Wirtschaft muss Dämpfer hinnehmen
Bereits zum Jahresbeginn musste das Wachstum der deutschen Wirtschaft leicht nach unten korrigiert wurden und hielt sich nach zuvor 1,5 Prozent nur noch auf 1,3 Prozent.
Im zweiten Quartal muss man nun einen weiteren Dämpfer hinnehmen und so ermittelten die Statistiker vom Statistischen Bundesamt ein Wirtschaftswachstum von nur noch 0,1 Prozent mehr als im ersten Quartal des Jahres. Als Grund dafür sprechen die Experten von einer bremsenden Wirkung der Bauinvestitionen und der privaten Konsumausgaben auf die deutsche Wirtschaft.
Besonders letzteres - das Schwächeln im privaten Konsum - verwundert in Anbetracht der positiven Tendenzen im Umfeld. Das bestätigte auch Andreas Scheuerle, seines Zeichens ein Ökonom der Dekabank: "Der Konsum dürfte gesunken sein, Das passt zwar zu den Einzelhandelsumsätzen, nicht aber zu den Rahmenbedingungen: Arbeitsmarkt im Plus, höhere Lohnabschlüsse. Einziger Belastungsfaktor waren Inflation und gefühlte Inflation." Hinzu kommt, das der Anspruch an die Importe schneller ansteigen als die Exportwirtschaft.
Es wird immer deutlicher, das auch Deutschland sich nicht völlig von den nahen Krisenherden abkoppeln kann und auch die Wirkungen zu spüren bekommt. Bisher konnte Deutschland mit einem sehr robusten wirtschaftlichen Wachstum gut kaschieren, wenn andere Länder der Europäischen Gemeinschaft in diesem Faktor schwächelten. Daher wird auch die Euro-Zone den Dämpfer der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal zu spüren bekommen.
Jörg Krämer von der Commerzbank bestätigt zwar diese Tendenz, aber sieht auch die andere Seite der Rechnung: "Die Frühindikatoren zeigen mittlerweile auch bei uns nach unten. Dennoch erwarte ich, dass wir ein im historischen Vergleich immer noch kräftiges Wachstum erreichen werden." erklärt er.
Tatsächlich erwarten die Experten nicht mehr viel Stagnation im Wachstum der deutschen Wirtschaft und prognostizieren eine robuste Entwicklung in den kommenden Monaten. Auch wenn der Euro auf die Nachrichtend er Statistiker zunächst mit Kurseinbußen reagierte, sollte die deutsche Wirtschaft auf lange Sicht auch auf die Gemeinschaftswährung stabilisierend wirken.
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