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China plant Eingriffe in den Devisenhandel

In Peking schaut man sehr besorgt auf die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank. Die Fed will Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen um die Konjunktur im Land voranzutreiben und das nicht zu knapp; 600 Milliarden Dollar sollen auf diese weise in den Finanzfluss eingespeist werden.

In China befürchtet man aber durch diese lockere Geldpolitik der USA einen übermäßigen Zustrom an ausländischen Kapital. Ma Delun – seines Zeichens der Vize-Chef der chinesischen Notenbank – äußerte sich dazu am vergangenen Samstag gegenüber dem chinesischen Nachrichtenmagazin "Shanghai Securities News". Laut seinen offiziellen Stellungnahmen könnte es Eingriffe in den Devisenhandel, wie auch die Mindestreserven durch die chinesische Notenbank geben, um gegen diese drohende Kapitalschwemme aus dem Ausland vorzugehen.

Bereits der PBOC-Gouverneur Zhou Xiaochuan hatte angeführt, dass man übermäßige Zuflüsse von Kapital durch Kontrollen des bestehenden Handels mit Devisen beschränken und verhindern könne. Zudem wurde in diesen Stellungnahmen auch ein "Pool" vorgeschlagen, der dazu dienen sollte, um bei Bedarf Kapital aus dem Kreislauf abzuschöpfen und erst wieder freizugeben, wenn es nötig ist. Auch Ma Delun bezog sich auf diese Äußerungen seines Chefs und unterstrich noch einmal die Option eines Kapitalpools, um ausländische Zuflüsse zu kontrollieren.

Erst im vergangenen Oktober wurde von der chinesischen Zentralbank die Maßnahme veranlasst, den Leitzins anzuheben. Diese Maßnahme war die erste seiner Art seit drei Jahren und war dazu bestimmt, das Geld teurer zu machen. Die zuletzt in China getätigte Maßnahme gegen die inländische Inflation war eine Verpflichtung der chinesischen Geschäftsbanken, ihre Anlagen bei der chinesischen Zentralbank aufzustocken; auf diese Weise wollte man Geld aus dem Wirtschaftskreislauf nehmen.

Wäre dieses Kapital weiterhin bei den Geschäftsbanken geblieben, wäre es an die Verbrauchen und Unternehmen in China in Form von Krediten ausgezahlt worden. Laut Ma Dulan kann man künftig mit einer ganzen Reihe von weiteren Maßnahmen rechnen.

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