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Ägyptens Zentralbank beeinflusst Devisenmarkt

In der ersten Wochenhälfte flammten in Ägypten Protestwellen gegen den Präsidenten Husni Mubarak auf, die zehntausende von Menschen ins Zentrum von Kairo trieb, um dort für den Rücktritt von Mubarak zu protestieren.

Diese politischen Unruhen setzen die Landeswährung - den ägyptischen Pfund - unter Druck. Sie fiel gegenüber dem Dollar auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Darauf reagierte die Zentralbank von Ägypten mit massiven Eingriffen auf den Devisenmarkt, um die Landeswährung zu stützen. Ein Händler in Kairo sprach in diesem Zusammenhang von einem "brutalen Eingriff" und kommentierte die Situation: "Wir haben eine massive Kapitalflucht erlebt. Jetzt wollen sie Raum zum Atmen, bevor die Börse kommende Woche eröffnet."

Auch der Sprecher der ägyptischen Zentralbank bestätigte die Eingriffe: "Wir haben am Markt interveniert". Er gab allerdings keine Details dazu bekannt. Händler erklären aber, dass die Zentralbank an verschiedene ägyptische Banken ägyptische Pfund verkauft und wenig später zu einem erhöhten Kurs zurückgekauft habe. Am Markt erzählt man, es hätte sich dabei um ein Volumen von 1,6 Milliarden Dollar gehandelt. Dies blieb im Devisenhandel nicht ohne Folgen und trieb den Wert der Landeswährung um 1,4 Prozent nach oben.

Auch auf die europäische Gemeinschaftswährung hat dies einen Einfluss, da die Anleger am Markt dadurch deutlich vorsichtiger agieren. Dies versetzte den Euro einen Dämpfer und er sank am Freitag im Kurs auf 1,3560 USD, nachdem er am Vortag noch 1,36 USD gekostet hatte. Ein Marktteilnehmer kommentierte die Situation: "Dass Mubarak trotz anders lautender Gerüchte im Vorfeld gestern Abend nicht zurückgetreten ist, ist eine große Enttäuschung. Das schürt natürlich wieder die Furcht vor einer neuerlichen Eskalation der Proteste und einem Übergreifen auf weitere Länder in der wegen des Erdöls sensiblen Region."

Zum Ende der Woche werden nun noch verschiedene Impulse durch Konjunkturdaten erwartet. Darunter finden sich auch die Erzeugerpreise für den vergangenen Monat aus Großbritannien.

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