Täglich 4 Billionen Dollar Geldfluss im Devisenhandel
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat einen Bericht veröffentlicht, in dem sie eine Erhebung über den Devisenhandel vom Frühjahr diesen Jahres ausgewertet hat. Im Vergleich zu den letzten Erhebungen vom April 2007 und dem Jahr 2004 brachte das interessante Ergebnisse.
Der tägliche Geldfluss im Devisenhandel ist auf die Zahl von 4 Billionen Dollar angeschwollen. Das ist eine Summe, die man sich nur schwer vorstellen kann. Im Vergleich zu den Daten von 2007 ist der Markt damit um 20 Prozent angewachsen. Gegenüber den Werten aus dem Jahr 2004 haben sich die Zahlen sogar verdoppelt.
Als Grund dafür führt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich an, dass über die letzten Jahre hinweg auch Unternehmen wie Versicherungen in diesen Markt eingestiegen sind. Auch beteiligen sich zunehmen Pensionsfonds und Hedgefonds am Devisenhandel.
Signifikant für die veröffentlichten Statistiken sind vor allem, dass ein gesteigertes Interesse an Währungen besteht, die aus Schwellenländern stammen. Darunter fällt beispielsweise der koreanische Won, der brasilianische Real, türkische Lira und der indische Rupie. Wenn Handel mit einer dieser Währungen betrieben wird, stammt einer der beteiligten Händler in der Regel aus einer Industrienation; dies ließ das Volumen von Transaktionen mit Leitwährungen ebenfalls ansteigen.
Alan Bozian - Mitarbeiter von der CLS-Bank - äußerte sich gegenüber der Nachrichten Agentur Bloomberg zu diesen Informationen und begründete diese Entwicklung mit den Folgen der wirtschaftlichen und finanziellen Weltkrise. Im Rahmen der Krisenbekämpfung wurden nämlich die Zinsen in den Industriestatten stark zum sinken gebracht und so orientierten sich die Investoren deutlich mehr in anderen Ländern. Durch die Suche nach neuen und gewinnversprechenden Anlagemöglichkeiten kam es zu der Gewichtsverlagerung im Devisenhandel.
Aus einem ähnlichen Grund kam es zu der Krise der Gemeinschaftswährung, als Anleger ihre Euro-Bestände verkauften und sich dem japanischen Yen zuwandten. Dieser war schlicht zu niedrigeren Zinsen zu kaufen und somit attraktiver als der Euro.
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