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Einührung in den Devisenhandel
Nachdem man 1971 dem Bretton-Woods-Abkommen den Rücken kehrte
und im Anschluss das System der fixen Wechselkurse in Frage stellte,
entstand der Devisenmarkt, nach den Regeln wie wir sie heute kennen.
Der Devisenmarkt erlaubt es Broker-Firmen und Banken über ein
elektronisches Netzwerk Währungen der ganzen Welt zu tauschen.
Es ist der größte Markt, mit der höchsten
Liquidität weltweit. Das tägliche Volumen der
ausgetauschten Währungen beträgt mehr als 1,9 Billion
Dollar, das ist wesentlich mehr als der Wert aller US-Dividenden und
Terminbörsen zusammen. Während der Devisenmarkt
ursprünglich nur für Tauschgeschäfte
zwischen der Zentralbank der Regierung und nationalen Investment-Banken
zugänglich war, so öffnet er sich jetzt dank Computer
und Internet immer mehr auch den privaten Investoren.
Die meist getauschten Währungen sind der US-Dollar, der
Japanische Yen, der Euro, das Britische Pfund, der Schweizer Franken,
der Kanadische Dollar und der Australische Dollar. Der Devisenmarkt ist
24 Stunden geöffnet, fünf Tage die Woche und
ermöglicht einen ununterbrochenen Kontakt zu weltweiten
Händlern. Der Handel ist nicht auf einen Ort oder ein
bestimmtes Tauschgeschäft beschränkt, wie es bei den
Aktien- und Terminbörsen der Fall ist.
Devisengeschäft
Unter Devisengeschäft versteht man das
simultane Verkaufen einer Währung und Kaufen einer anderen.
Währungen werden immer in Paaren gehandelt, beispielsweise
Euro und US-Dollar (EUR/USD) oder US-Dollar und Japanischer Yen
(USD/JPY). Zum Beispiel würde es sich anbieten, ein
Tauschgeschäft zu machen, wenn die Währung, die man
kaufen möchte, im Vergleich zu derjenigen, die man verkaufen
möchte, an Wert zunimmt. Man muss dann nur noch die andere
Währung verkaufen und schon macht man Gewinn.
Die erste Währung in einem Devisenpaar nennt man die
Basis-Währung, die zweite die Gegen- oder
Kurs-Währung. Normalerweise ist der US-Dollar die
Basis-Währung, der Kurs wird in Einheiten der
Gegenwährung pro 1 USD angegeben. Ausnahmen sind der Euro, das
Britische Pfund und der Australische Dollar.
Um den Devisenkurs besser zu verstehen, folgendes Beispiel: Eine
Einheit der Basis-Währung ist genauso viel Wert wie der Kurs
in der Gegenwährung. Bei einem EUR/USD Kurs von 1.2762,
hätte also ein Euro genug Kaufkraft, um 1.2762 Dollar zu
kaufen.
Der Umfang eines Tauschgeschäftes beläuft sich
normalerweise auf 100 000 Einheiten, d.h. in einem Standard-Vertrag
kontrolliert der Händler 100 000 Einheiten der
Basis-Währung. Bei einem Geschäft dieser
Größe ist die kleinste Kurssteigerung, der
sogenannte Pip, gleich 10 USD. Viele Firmen bieten jetzt auch
Mini-Accounts an, bei denen man auch schon mit 10 000 Einheiten handeln
kann. Somit liegt der Wert des Pip bei 1 USD.
Um erfolgreich im Devisenmarkt zu handeln benötigt man im
Gegensatz zu anderen Märkten eine relativ geringe
Gewinnspanne. In meinem Forex Trading Journal erkläre ich
bestimmte Handelsstrategien und gehe auf deren Erfolgsaussichten ein. |
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